Spy Museum: Das erste Spionagemuseum Deutschlands eröffnet am Samstag

Berlin

18.09.2015
Haben Sie am Wochenende schon etwas vor? Ab morgen, Samstag, den 19. September 2015, können Sie in Berlin in die Welt der Spione auftauchen. Morgen eröffnet nämlich das Spy Museum am Leipziger Platz in der Nähe des Potsdamer Platzes. Es ist das erste Spionagemuseum Deutschlands und widmet sich der echten Spionagetätigkeit von Agenten aus aller Welt ebenso wie fiktionalen Spionen wie James Bond.

Die ganze Geschichte der Spionage

Auf rund 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt das Museum Ausstellungsstücke aus 14 übergeordneten Themenbereichen. Die Firma Ars Electronica Solutions entwickelte die Ausstellung dabei als multimediales Erlebnis: Zahlreiche Touchscreens bieten zusätzliche Informationen, Besucher können die Ausstellungsstücke hier in 3D-Ansicht wenden und eingehend von allen Seiten betrachten. Zusätzlich gibt es Oculus-Rift-Projektionen und Laserwände, die das Erlebnis noch interaktiver gestalten sollen.

Mehr als 1.000 Exponate

Das Museum möchte die Besucher dabei auf eine Zeitreise in die Welt der Spionage entführen. Spione und Agenten gehören zu den ältesten Berufen der Welt, Spitzel gab es bereits in antiken Kulturen. Mehr als 1.000 Exponate führen die Besucher durch die Zeit, machen etwa Station bei den Römern, wo Julius Cäsar ein Chiffriersystem entwickelte, das heute noch in Verwendung ist. Schon die Militärspione Ägyptens und findige Täuscher zu Zeiten der Babylonier und Perser verstanden es, ihre Gegner an der Nase herumzuführen. Die Ausstellung führt weiter durch die Geschichte der großen Kriege, des Ersten und Zweiten Weltkriegs, bis hin zur heutigen undurchsichtigen Gemengelage. Zu sehen gibt es seltene Ausstellungsstücke wie die Chiffriermaschine Enigma aus den 1920er Jahren sowie Zeitzeugeninterviews mit ehemaligen Top-Spionen. Weitere Museen in Berlin (Foto: © JiSign)