Autos brennen in Berlin

Randale in Berlin

Berlin

Es ist heiß in Berlin – und hitzige Randale gab es von der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in einigen Teilen der Stadt. Nachdem ein besetztes Haus in der Rigaer Straße in Friedrichshain geräumt worden war, zogen vermumte Randalierer unter anderem durch die Schlesische Straße in Kreuzberg. Sie zerstörten die Fenster dreier Fahrzeuge, zündeten eine Mülltonne an und warfen Farbbeutel und Steine auf das Bezirksamt Kreuzberg.

Um 23 Uhr warf ein Mann Steine auf ein Polizeifahrzeug und wurde kurz darauf festgenommen. Der Pilot eines Polizeihubschraubers wurde während des Einsatzes von einem Laserpointer geblendet. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen, einen 60-jährigen Anwohner, kurze Zeit später in seiner Wohnung fest.

Zusammenhang mit Räumungen in der Rigaer Straße

Um 2:30 Uhr setzten Unbekannte in der Straße Dora-Benjamin-Park in Stralau zwei Fahrzeuge in Brand. Auf der Finnländischen Straße in Pankow brannten Baumaschinen, in der Glaßbrennerstraße ein BMW. Die Scheiben mehrerer Bankfilialen wurden eingeworfen, das Verdi-Gebäude in der Köpenicker Straße in Kreuzberg wurde ebenfalls mit Steinen beworfen, genauso wie ein Wahlkreisbüro in der Kopenhagener Straße.

Die Berliner Polizei geht davon aus, dass die Taten in Zusammenhang mit der Räumung einer Werkstatt und einer Kneipe der linksextremen Szene in der Rigaer Straße in Zusammenhang stehen. Die Hausverwaltung hatte das Gebäude am Mittwoch räumen lassen, rund 300 Polizisten waren im Einsatz, um die umliegende Baustelle zu schützen. (Foto: © JiSign )