Kriminalstatistik: Berlin hält den Rekord an Autodiebstählen

Berlin - Hauptstadt der Autodiebe

Berlin

04.03.2016
Berlin hält einige Rekorde unter den deutschen Städten, auf diesen würde die Metropole aber wahrscheinlich gerne verzichten: Nirgendwo in Deutschland werden so viele Autos gestohlen wie hier. Ganze 6692 Mal schlugen Autodiebe im vergangenen Jahr in Berlin zu. Das ist ein Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zu 2014. Im gesamten Bundesgebiet ging die Zahl der Autodiebstähle dagegen um 3,6 Prozent zurück, auf insgesamt 35.113 entwendete Fahrzeuge. Bereits seit der Wende hält Berlin in Sachen Autodiebstählen den Spitzenplatz.

Hauptstadt der Autodiebe

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) legte Zahlen vor: 3,5 von 1.000 kaskoversicherten Fahrzeugen werden in Berlin gestohlen. In Hamburg, Platz 2 unter den Städten mit den meisten Autodiebstählen, sind es 1,4 Fahrzeuge von 1.000, in Nordrhein-Westfalen statistisch gesehen nur 0,5 Autos.

Ist das Auto in Berlin einmal verschwunden, haben Fahrzeughalter schlechte Chancen, es wieder zurückzubekommen. 85 Prozent aller gestohlenen Fahrzeuge tauchen laut Auskunft der Polizei nicht mehr auf. An der hohen Anzahl an Fahrzeugdiebstählen in Berlin sei auch die Nähe zur Grenze verantwortlich: Einmal gestohlen, verschwinden die Autos rasch ins Ausland.

Alle zwei Minuten kommt es zum Diebstahl

Auch die Anzahl der Diebstähle in Berlin generell steigt. Das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik, die Innensenator Frank Henkel (CDU) und Polizeipräsident Klaus Kandt am Freitag vorstellten. 267.123 Mal schlugen Diebe in Berlin im vergangenen Jahr zu, statistisch gesehen kommt es alle zwei Minuten zum Diebstahl. Diebstahlsdelikte machen damit 45 Prozent aller erfassten Straftaten aus. Vor allem die Zahl der Taschendiebstähle stieg rasant, von 32.121 erfassten Delikten im Jahr 2014 auf 40.399 erfasste Delikte im Jahr 2015, ein Anstieg um 25,8 Prozent. Nur 1.703 Taschendiebstähle konnten aufgeklärt werden. (Foto: © JiSign )