Das Unwetter am Mittwoch und seine Nachwirkungen

Unwetter in Berlin

Berlin

Es begann am Mittwochnachmittag und setzte sich in Teilen Berlins bis in die Nacht hinein fort: Gewitter mit Starkregen setzten die Stadt unter Wasser. Innerhalb von weniger als zwei Stunden fiel so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. An einigen Orten gingen rund 40 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Außergewöhnlich hoch war auch die Zahl der Blitzeinschläge: Der Blitz-Informationsdienst des Elektrokonzerns Siemens zählte 948 Einschläge. Das waren an einem Tag mehr als im gesamten Jahr 2015, in dem 884 Einschläge gezählt wurden.

Dabei waren nicht alle Teile Berlins gleich stark betroffen: Vor allem im Ostteil der Stadt wütete das Unwetter, entlang einer Linie von Pankow nach Lichterfelde. Mitte, Pankow, Neukölln, Köpenick, Tempelhof und Schöneberg bekamen den Großteil ab, während Reinickendorf zum Beispiel weitgehend verschont blieb, ebenso wie Brandenburg.

Der Gleimtunnel bleibt vorerst gesperrt

Besonders stark traf es den Gleimtunnel in Berlin Gesundbrunnen. Hier geparkte Autos standen teilweise bis zum Dach unter Wasser. Fahrzeuge wurden ineinander geschoben und verkeilten sich. Der Tunnel war auch am Freitagmorgen noch gesperrt und wird es voraussichtlich für weitere zwei Wochen bleiben. Laut Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Mitte sei es derzeit noch unklar, wann der Tunnel wieder freigegeben werden könne. Zunächst müsse abschließend geklärt werden, ob Schäden an der Fahrbahn und der Brücke entstanden seien.

Auch die Potsdamer Platz Arcaden waren vom Starkregen betroffen. Einige Geschäfte im Einkaufszentrum mussten für eine halbe Stunde schließen. Am Donnerstagnachmittag, nachdem die Reinigungsarbeiten erledigt waren, ging der Betrieb aber wieder normal weiter. (Foto: © JiSign )