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Wie denn, wo denn, was denn?

Seltsame Hauptstadt.
Einerseits bemüht sich unser Regierender Bürgermeister um jede kulturelle Institution, die einen Umzug nach Berlin auch nur in Erwägung zieht. Und das nach Meinung vieler Kollegen auf manchmal auch unlautere Art. Es ist ja löblich, das der Senat alles daran setzt, Berlins Ruf als Kulturmetropole zu festigen. Warum werden dann aber andererseits gewachsene Strukturen in Berlin nicht unterstützt? Jüngstes Beispiel ist das Kreuzberger SO36, dessen Existenz nun nach 30 Jahren massiv bedroht ist. Ein neu zugezogener (!) Nachbar hat sich über den Lärm beschwert, welcher durch sein Küchenfenster zu hören sei. Aber anstatt zügig irgendeine Art der Sondergenehmigung zu zücken, wird das SO36 vom Amt mit Auflagen belegt, die es so – erstmal – nicht im Stande ist, zu erfüllen.
Es ist großartig, das Universal, die Bread&Butter und ähnliche Big Shots in Berlin sind oder hierher kommen – aber auch die Alternative Kultur braucht prominente Fürsprecher!

„Herzlich Willkommen bei D-115. Sie haben das Service-Center in Berlin erreicht“

Die freundliche Stimme der Ansage klingt vielversprechend. Doch nach diesem kurzen Erstkontakt bricht das „Gespräch“ leider ab.

Soweit ein erster Selbstversuch mit dem Pilotprojekt
Einheitliche Behördennummer 115“, welches heute an den Start geht. Gleichzeitig mit anderen Großstädten beginnt Berlin damit eine telefonische Serviceoffensive: Ab sofort sollen sämtliche Behörden und Verwaltungen unter der Kurzwahl 115 zu erreichen sein. D. h. Informationen zu den Leistungen der einzelnen Stellen können in Zukunft unter einer zentralen Nummer in Erfahrung gebracht werden.
Läuft alles nach Plan, wird man dann in Bälde „verständliche und verlässliche Auskünfte, und zwar zu zuständiger Behörde, Telefon, Fax, E-Mail, Standort, Öffnungszeiten, benötigten Unterlagen und Gebühren“ bekommen. Von Montag bis Freitag, jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr werden die Anfragen bearbeitet. Sollte eine Anfrage nicht sofort beantwortet werden können, wird diese telefonisch weitervermittelt oder in Form einer E-Mail weitergeleitet.

Großartige Idee.
Bleibt nur zu hoffen, dass das demnächst geschmeidiger läuft als am Starttag.