Berlin Blog

Ein Blog für Berliner und Brandenburger

Dionysos’s Delight

Alljährlich seit 130 Jahren, kann man sich auf der idyllischen Insel Werder eine Woche lang Ende April/Anfang Mai in traumhaftem Frühlingsambiente und unter blühenden Bäumen kollektiv besaufen. Der Rummel auf dem Baumblütenfest wird von Jahr zu Jahr grösser und steht mittlerweile im zweifelhaften Ruf, dass zweitgrösste Volksfest Deutschlands zu sein.
Wer abseits von betrunkenen Krawallmachern, Alkoholleichen, Ramschverkäufern und von Kirmes-Techno beschallten Karussells die durchaus noch vorhandenen schönen Seiten dieses einmaligen Festes geniessen möchte, dem sei ein Ausflug wochentags mit der Weissen Flotte Potsdam empfohlen. Mit dem ersten Schiff um 10:00 am Morgen gemütlich von der Langen Brücke in Potsdam via Caputh zur Baumblüte. Um 11 Uhr ist man angekommen, kann ein wenig durch die Gärten mit ihrer floralen Pracht promenieren und danach einen leckeren Fisch im Restaurant Arielle direkt an der Havel verspeisen. Spätestens um 14 Uhr, wenn der Großteil der Festbesucher beginnt die Insel zu stürmen, sollte man sich dann wieder auf dem Wasserweg gen Potsdam machen und Werder dem dionysischen Volk überlassen.

Ostern in der Lausitz

Und wieder komme ich nicht dazu.

Seit Jahren nehme ich mir vor, zu Ostern in der Lausitz bei den Sorben zu verweilen. Denn ich würde gerne ein paar der wunderschönen sorbischen Ostereier meiner Sammlung hinzufügen und ausserdem die festlich geschmückten Prozessionen der Osterreiter beobachten. Es ist wie verflucht, dieses Jahr denke ich ausnahmsweise rechtzeitig daran, bin aber anderweitig verplant.

Auf unsrer Wiese gehet was…

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©PH

Die Störche sind zurück. Am 24.3.09 hat der erste Adebar seinen Horst im brandenburgischen Dorf Linum bezogen. Fast auf jedem Haus gibt es hier ein Stochennest, letztes Jahr fanden sich 11 Brutpaare ein. Der NABU hofft, dass es diesmal 14 Paare werden könnten. Seit dem 28.3. ist die Storchenschmiede, ein Informationszentrum des NABU in Linum, geöffnet. Dort kann man sich bei einer Tasse Tee über die Lebensweise der imposanten Vögel erkundigen und anschliessend einen herrlichen Spaziergang durch das Dorf zu den einzelnen Horsten und das nahegelegene Naturschutzgebiet unternehmen.

Edelstahl

Tip für das Wochenende:
Treffen der Schwertkämpfer in Bernau. Am Sonntag, den 15.03.09 gibt es in Bernau die Gelegenheit, internationale Schwertkämpfer beim Ausüben ihrer archaischen Kunst zu beobachten. Unter dem Motto ” Show und Kampf” zeigen die Sportler die unterschiedliche Kampfstile und Schwerter der Samurai und Ninja, der Gladiatoren und der Wikinger.

Eintritt: 3 €, ermäßigt 2 €.
Mehrzweckhalle Heinersdorfer Straße
Weitere Infos unter Tel. 03338 700496.

Brandenburg erwartet bis 2030 drastischen Bevölkerungsrückgang

Das Statistikamt in Berlin-Brandenburg prognostiziert laut “Berliner Morgenpost” bis zum Jahr 2030 für Brandenburg einen Bevölkerungsrückgang von 2,54 auf rund 2,2 Millionen Einwohner. Das entspricht einer Quote von 14 Prozent. In den berlinferneren Regionen werde sogar ein Rückgang um 25 Prozent erwartet, das ist ein Schwund von 390.000 Einwohnern. Abwandern werde vor allem die Bevölkerungsgruppe der 14- bis 45-Jährigen. Hier befürchte man einen Rückgang von 40 auf 25 Prozent, während man für den älteren Bevölkerungsteil (ab 65 Jahren) einen Zuwachs von 20 auf 33 Prozent erwarte. Grundlage der Erhebung sind Daten aus dem Jahr 2006.

Auch für Berlin war im Februar eine Bevölkerungsprognose vorgestellt worden. Zwar steige demzufolge das Durchschnittsalter der Stadt von derzeit 42,4 auf 46,4 Jahre. Durch den fast gleichbleibenden Zuzug von Jungen Erwachsenen und Familien werde aber im Gegensatz zu Brandenburg ein nahezu gleichbleibender Trend erwartet.

Rückendeckung aus Brandenburg für Flughafen Tempelhof

In einem Interview mit der “BZ Berlin” hält es Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) für falsch, einen eventuellen positiven Volksentscheid für den Erhalt des Flughafen Tempelhofs für nicht bindend zu erachten. Würde die erforderliche Stimmenzahl von über 600 000 tatsächlich erreicht, wären das rund ein Viertel aller Wahlberechtigten Berlins. Das wären 130 000 Stimmen mehr, als die SPD bei der letzten Abgeordnetenhaus-Wahl bekommen habe.
“Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Regierende Bürgermeister tatsächlich über den Willen von so vielen Menschen hinwegsetzt; das wäre schlichtweg verantwortungslos und respektlos. Die Direkte Demokratie würde damit ad absurdum geführt. Mit ‚Mehr Demokratie wagen’ hätte das nichts zu tun”, ließ Schönbohm verlauten. Weiterlesen