Berlin Blog

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Tempelhof wird zur Parklandschaft

Blühende Landschaften – das wünschen sich die Berliner auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof. Der Senat hatte Fragebögen an 6.000 Anwohner des Geländes und 1.000 Bögen an weitere Berliner Bürger verschickt. Am gestrigen Mittwoch stellte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher die Ergebnisse vor: 80 Prozent der befragten Berliner Bürger finden die Idee des Senats gut, den stillgelegten Flughafen in einen Park zu verwandeln.

2017 findet bereits die Internationale Gartenbauausstellung auf dem Gelände statt, soviel steht bisher fest. Dafür werden etwa 100 Hektar benötigt, das gesamte Areal umfasst aber 250 Hektar. Da bleibt eine Menge Platz für die Umsetzung anderer Gestaltungswünsche. Nächstes Jahr im Februar beginnt nun ein Wettbewerb um die endgültige Gestaltung Tempelhofs. Bis 2020 soll die Parklandschaft fertig gestellt sein, so die Pläne des Senats.
Die Berliner sollen auch während des Planungsprozesses immer wieder nach ihrer Meinung gefragt werden. Ideen hatten die Befragten viele:  Grillplätze, Spielplätze, Badeseen und Freiluftkino – Tempelhof soll zugleich Entspannung und Unterhaltung bieten, dabei aber auch an die Geschichte als Flughafen erinnern. Wie das alles genau aussehen wird – man darf gespannt sein.

Nun muss man aber nicht bis 2020 warten, um auf dem ehemaligen Flughafengelände zu spazieren: Im Mai nächsten Jahres öffnet der Senat Tempelhof für die Öffentlichkeit.

Rückendeckung aus Brandenburg für Flughafen Tempelhof

In einem Interview mit der “BZ Berlin” hält es Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) für falsch, einen eventuellen positiven Volksentscheid für den Erhalt des Flughafen Tempelhofs für nicht bindend zu erachten. Würde die erforderliche Stimmenzahl von über 600 000 tatsächlich erreicht, wären das rund ein Viertel aller Wahlberechtigten Berlins. Das wären 130 000 Stimmen mehr, als die SPD bei der letzten Abgeordnetenhaus-Wahl bekommen habe.
“Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Regierende Bürgermeister tatsächlich über den Willen von so vielen Menschen hinwegsetzt; das wäre schlichtweg verantwortungslos und respektlos. Die Direkte Demokratie würde damit ad absurdum geführt. Mit ‚Mehr Demokratie wagen’ hätte das nichts zu tun”, ließ Schönbohm verlauten. Weiterlesen