Pflüger weiter profillos
In einem “SPIEGEL ONLINE”-Artikel vom 25.04.2008 wird der Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende Friedbert Pflüger zur Tempelhoffrage mit den Worten zitiert: “Ich war schon vor zwei Jahren gegen die Schließung”, sagt Pflüger - und überhöht Tempelhof zur Berliner Schicksalsfrage: “Die Entscheidung über den Flugbetrieb sagt etwas darüber aus, wie wir die Zukunft der Stadt gestalten wollen.”
Also, für mich klingt das in etwa so wie: kaufe ich nicht heute mein Lieblingsauto, dann werde ich keine Zukunft haben. Oder mache ich dieses Jahr nicht meinen Traumurlaub, werde ich nie wieder einen Urlaub genießen können. Ich meine, daß PolitikerInnen nun während der heißen Endphase um die “Tempelhof-Schlacht” eine Ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgehen - je höher die Bedrängnis des politischen Gegners, um so mehr muss gefeuert werden - ist klar. Aber so eine pathetische Banalität, die ja eigentlich keine ist, sondern nur die Profillosigkeit von Herrn Pflüger unterstreicht, sollte eigentlich keinem Politiker passieren. Bei denen stimmt zumindest die Rhetorik, was ich hier nicht im geringsten Ansatz erkennen kann.