Wie zufrieden sind die Berliner mit der BVG?

Wie gut ist die BVG?

Mit ironisch ausgelegten Werbekampagnen und dem Slogan „Weil wir dich lieben“ versucht die BVG, die Herzen der Berliner zu gewinnen. Allgemein zeigen sich die Fahrgäste auch mit dem Service und den Leistungen der Verkehrsbetriebe zufrieden. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Kundenzufriedenheit. Die Umfrage offenbart aber auch: Wer nachts an U-Bahnhöfen und Bushaltestellen warten muss, fühlt sich oft unsicher.

Bessere barrierefreie Zugänge gewünscht

In den Nachtstunden wünschen sich die Fahrgäste zudem kürzere Wartezeiten. Viele vermissen auch mehr Bahnhöfe mit barrierefreiem Zugang. Gehbehinderte und Eltern mit Kinderwagen ärgern sich an Bahnhöfen oft über kaputte oder fehlende Fahrstühle. Zwei Drittel der Stationen sind zwar mit einem Lift ausgestattet, aber nicht immer funktioniert dieser auch.

Mehr Pünktlichkeit würde viele Fahrgäste ebenfalls freuen. Busse lassen gerne mal etwas länger auf sich warten: Rund 13 Prozent der eingesetzten Wagen kamen mit mehr als drei Minuten Verspätung an den Haltestellen an. Das ist mehr, als Senat und BVG als Ziel vereinbart hatten. Viele der verspäteten Busse wiesen sogar mehr als zehn Minuten Verzögerung auf. Sieben Prozent der Fahrten fallen komplett aus.

Rekordeinnahmen durch Fahrkartenverkauf

Auch bei der Straßenbahn hatten die Fahrgäste Ausfälle zu beklagen. Nur rund 96 Prozent der Fahrten fanden im vergangenen Jahr statt. Der BVG fehlten schlicht die Fahrer. Mittlerweile haben die Verkehrsbetriebe neue Fahrer eingestellt, die Fahrten finden wieder wie geplant statt.

Aufgrund der bestehenden Mängel kürzte der Senat seine Zuschüsse von 287 Millionen Euro  auf 285 Millionen Euro. Dafür fuhren die Verkehrsbetriebe Fahrgeldeinnahmen in Rekordhöhe ein. 672 Millionen Euro kamen 2015 aus Fahrgeldern zusammen, 5,7 Prozent mehr als noch 2014.

2017 neue Preiserhöhungen bei der BVG

Und die Preise für Fahrscheine steigen 2017 erneut. Das Einzelticket AB kostet ab dem 1. Januar 2,80 Euro statt 2,70, die Tageskarte ABC wird ebenfalls um zehn Cent teurer und kostet dann 7,70 Euro. Mehr zahlen müssen aber vor allem Pendler, die aus dem Umland nach Berlin kommen. Die Kosten für die Kurzstrecke, die Monatskarte AB oder die Vier-Fahrten-Karte AB steigen nicht. Der Preis der Monatskarte BC erhöht sich allerdings von 82,50 Euro auf 83,20. Neu eingeführt wird eine Vier-Fahrten-Karte für die Tarifzonen BC (12,00 Euro) und ABC (13,20 bzw. ermäßigt 9,60 Euro). (Foto: © babelsberger)

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