Berlin: Auf dem Weg zur digitalen Hauptstadt?

Berlin

10.12.2015
Noch ein Punkte-Plan für Berlin: Eine Zehn-Punkte-Agenda soll Berlin dieses Mal auch zur digitalen Hauptstadt machen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellte den Plan am Montag in der TU Berlin vor. Die Agenda setzt vor allem auf Bildung, um die Informationstechnologie in Berlin voranzubringen. 30 neue IT-Professuren sollen so zum Beispiel geschaffen werden. 50 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben an dem Papier gearbeitet.

Das sind die zehn Punkte im Überblick:

  1. Schaffung 30 neuer IT-Professuren
  2. Beantragung eines Zentrums „Digitale Zukunft“ bei der Einstein Stiftung
  3. Die besten digitalen Köpfe nach Berlin holen
  4. Fokussierung auf die Mobilfunktechnologie 5G
  5. Stärkung der E-Health-Kompetenz
  6. Bessere Perspektiven für Frauen in der IT-Forschung
  7. Bewerbungen um Exzellenz-Projekte
  8. Stärkung digitaler Inhalte in Aus- und Weiterbildung
  9. Einrichtung eines digitalen City-Labs
  10. Ausrichtung der Förderangebote auf Digitalisierung

Die neuen Professuren sollen bereits im kommenden Jahr geschaffen werden. Für 20 neue Professuren stehe die Finanzierung bereits, erklärte TU-Präsident Christian Thomsen. Zum Teil werden diese aus der Wirtschaft finanziert, Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Lehre solle das aber nicht haben.

Als erste europäische Metropole will Berlin zudem die neue Mobilfunktechnologie 5G testen. Konkurrenz um die Vorreiterolle bietet dabei Tokio: Die Japaner planen, den schnellen Mobilfunkstandard bis zu den Olympischen Sommerspielen im Jahr 2020 flächendeckend einzuführen.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Einrichtung des digitalen City-Labs. Hier sollen Bürgerinnen und Bürger den Stadtentwicklern, Ingenieuren und Kreativen beim Entwickeln digitaler Projekte über die Schulter schauen können. Ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest, das Projekt soll jedoch als einer der ersten Punkte auf der Agenda umgesetzt werden.

Fünf Millionen Euro pro Jahr soll der Finanzierungsrahmen betragen. Kritik gibt es von den Grünen: Ihnen fehlt ein Statement zur Digitalisierung der Verwaltung genauso wie klarere Aussagen darüber, wie die Punkte genau finanziert werden sollen.

Ausführlich stellt der Senat den Zehn-Punkte-Plan unter be-digital.berlin vor.
Mehr Infos im Berlin Blog …..
(Foto: © JiSign )

Diese Geschäfte sind am 13.12.2015 in Berlin & Brandenburg geöffnet