Berlin holt den 2. Platz im Städteranking

23.10.2015
Nur noch München liegt vor Berlin: Was Lebensqualität, wirtschaftliche Bedeutung und Zukunftsfähigkeit angeht, hat die deutsche Hauptstadt im Städteranking aufgeholt. Das Städteranking ist eine Studie des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstituts (HWWI), erstellt im Auftrag der Berenberg Bank. Die Studie nimmt die 30 größten deutschen Städte unter die Lupe und bewertet sie hinsichtlich verschiedener Kriterien. Vor allem geht es um die Zukunftsaussichten, die eine Stadt bietet.

Rosige Zukunftsaussichten in Berlin

Berlin, Hauptstadt der Hartz IV Empfänger mit schlechten wirtschaftlichen Aussichten? Weit gefehlt. Berlin ist attraktiver Wirtschaftsstandort, daran können selbst Baudebakel derzeit noch nichts ändern. Nur München gesteht die Studie noch bessere Zukunftsaussichten zu. Auf den dritten Platz kommt Leipzig. Frankfurt am Main, der Spitzenreiter der vergangenen drei Jahre, erreicht nur noch Platz vier. Vor allem die Finanzkrise hat zur Abwertung geführt.

In die Bewertung spielen Standortfaktoren wie Bildungsangebote, Erreichbarkeit, Internationalität, Innovationsfähigkeit und demografische Entwicklung mit hinein. Vor allem im Bereich der Bevölkerungs- und Erwerbstätigkeitsentwicklung überzeugte Berlin die Wirtschaftsforscher vom HWWI. Sowohl die Zahl der Erwerbstätigen als auch die Zahl der Einwohner insgesamt stieg in den vergangenen Jahren. International und gut erreichbar sei die Stadt außerdem. An der Produktivität dagegen müsse in Berlin noch gearbeitet werden. Die Zukunftsaussichten für die Stadt seien insgesamt sehr gut – mit einem großen Manko: dem Flughafen BER. Wie es dort weitergeht, wird auch für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins ausschlaggebend sein.
( Am Sonntag den 25.10.2015 ist verkaufsoffener Sonntag in Berlin! )

Chemnitz bildet das Schlusslicht im Städteranking

2008 landete Berlin noch abgeschlagen auf Platz 24. 2013 erreichte die Hauptstadt bereits Platz 5. Schlusslichter sind in diesem Jahr einige Städte aus dem Ruhrgebiet sowie Chemnitz. In Gelsenkirchen, Wuppertal, Duisburg und Bochum sei der Strukturwandel noch nicht gelungen, Bevölkerungsschwund und Arbeitslosigkeit machen sich dort bemerkbar. Gleiches gelte für Chemnitz; die Stadt belegt den letzten Platz im Städteranking, zum vierten Mal in Folge. (Foto: VRD)