Berlin will britische Start-ups anlocken

Start-ups in Berlin

Berlin

20.07.2016
Der Ausgang des Brexit-Votums war gerade erst bekannt, da machten sich die ersten deutschen Städte daran, um britische Gründer zu werben. Zu ihnen gehörte auch Berlin: Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) verschickte nach dem Votum hunderte von Briefen an britische Unternehmen und Gründer. Wer jetzt darüber nachdenke, die Insel zu verlassen, solle doch die deutsche Hauptstadt in Erwägung ziehen. Laut Senatsverwaltung sei ein erstes Feedback auf die Briefe sehr positiv gewesen. Um auch persönlich für den Standort Berlin zu werben, reiste Yzer nach London.

Berlin statt London

Berlin zeichne sich durch drei Vorteile aus: „Talent, Tolerance, Tech“, so sagte Yzer am Montag auf einer Branchenmesse für Gründer aus der Finanzszene. Die Werbung richtet sich vor allem an junge Leute, die mehrheitlich für den Verbleib Großbritanniens in der EU gestimmt hatten. Wer seine Chancen in Europa sehe, könne sich doch in Berlin niederlassen, so das Credo.

Werbung um Start-ups und Investoren

London war bei Gründern lange Zeit beliebt. Doch nach dem Referendum ändert sich die Stimmung. Start-ups sind häufig aus Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen, verlässt Großbritannien die EU, wird die Einwanderung schwieriger. Viele Start-ups sehen sich daher nach Alternativen auf dem europäischen Festland um. Vor allem Start-ups aus dem Bereich Finanzdienstleistung wenden sich derzeit auch an die Wirtschaftsförderung Berlin. Laut Stefan Franzke von der Wirtschaftsförderung befindet er sich momentan mit zehn Unternehmen in konkreten Verhandlungen. Yzer hofft derweil, nicht nur Gründer, sondern auch internationale Investoren für Berlin zu interessieren. Firmen in Brerlin

(Foto: © JiSign )