Berliner Stadtwerke – Energie für unsere Stadt

Porträt der Berliner Stadtwerke

Der Berliner ist bekannt für seine Genialität, vor allem Bauwerke mit Spottnamen zu belegen – „Wasserklops“ für den Weltkugel-Brunnen an der Gedächtniskirche, „Hungerharke“ für das Luftbrückendenkmal oder „Gold-Else“ für die Viktoria auf der Siegessäule sind nur einige Beispiele.
Als im Jahr 2014 die Berliner Stadtwerke gegründet wurden, bekamen sie schon bald den Namen „Bonsai-Stadtwerk“ verpasst, weil niemand glaubte, dass daraus im Vergleich mit der großen Konkurrenz jemals etwas Ordentliches erwachsen würde. Das Unternehmen ist allerdings auf dem besten Wege, diese Meinung zu widerlegen.

Ein kurzer Rückblick

1997 übernahm der Energieriese Vattenfall die kommunale Bewag und beendete damit die landeseigene Energieversorgung. Sechs Jahre später erging nach dem „Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung“ jedoch ein Beschluss des Abgeordnetenhauses, einen integrierten Energiedienstleister ins Leben zu rufen. Die wesentlichen Bedingungen des Beschlusses waren, dass ausschließlich Strom aus erneuerbaren Quellen gewonnen und dieser nur innerhalb der Landesgrenzen Berlins vertrieben werden sollte. Die Produktion und der Vertrieb von Energie aus Kohle- und Kernkraftwerken wurden kategorisch ausgeschlossen.
Im Juni 2014 war es dann soweit – die Berliner Stadtwerke wurden als hundertprozentige Tochter der Berliner Wasserbetriebe gegründet. Das Unternehmen setzt seitdem auf drei Säulen: Solar- und Windkraftanlagen sowie kleine Blockheizkraftwerke. Der Start am Markt mit klimafreundlich erzeugter Energie unter dem Label „berlinStrom“ erfolgte im Herbst 2015. Seitdem kann sich jeder Berliner Haushalt für die Stromlieferung bei den Stadtwerken anmelden, deren Ökostrom ist dabei sogar ca. 10% günstiger als der Grundversorgungstarif der Vattenfall.

Photovoltaik-Anlagen auf Mietshäusern

Die bisherigen Photovoltaik-Anlagen wurden auf Mietshäusern installiert, und die gewonnene Energie soll nach Möglichkeit direkt an die Bewohner geleitet werden. Das erste Projekt mit einer Fläche von 800 m² entstand in der Pankower Rolandstraße. Dort beziehen mittlerweile 25 Prozent der GESOBAU-Mieter ihren Strom direkt vom eigenen Dach. Die zweite Anlage steht in Hellersdorf mit 2.650 m², die dritte im Pankeviertel (3.900 m²). Zusammen mit der HOWOGE wurden drei Solarflächen in Buch, Lichtenberg und Hohenschönhausen errichtet, die mehr als 1.000 Mieter versorgen können.

Coming soon …

Im Jahr 2017 werden weitere Photovoltaik-Anlagen auf dem Friedrichstadtpalast, mehreren Feuerwachen, der Landesbibliothek Breite Straße sowie allen sechs Gefängnissen fertiggestellt. In Spandau entsteht in Zusammenarbeit mit der Schweizer Anerdgy eine Windrail-Anlage, eine neuartige Kombination aus Solar- und Windkraft mit revolutionärer Technik.
In puncto Windkraft haben sich die Berliner Stadtwerke zum Start ihrer Tätigkeit an einem OnShore-Windpark beteilgt. Eigene Windräder wurden parallel auf den Berliner Stadtgütern errichtet, z.B. bei Sputendorf im Süden von Berlin. Insgesamt beläuft sich die Windenergieleistung aus eigener Erzeugung derzeit auf rund 15 Megawatt. Auf den Stadtgütern im Süden und Norden sollen demnächst zwei weitere Windparks entstehen.
Schritt für Schritt in eine klimaneutrale Zukunft
Die Entwicklung der Berliner Stadtwerke verläuft von außen betrachtet vielleicht etwas schleppend, aber hinter den Kulissen geht es stetig voran. Unsere Stadt will bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Das junge Unternehmen wird sicher seinen Teil dazu beitragen.
Frei nach seinem Motto: Berlin macht Watt.
Lesen Sie auch: Wie kann ich Strom sparen? ( Foto: © Kurmyshov)

Mehr Infos unter:
Berliner Stadtwerke GmbH
Stralauer Straße 32
10179 Berlin
Telefon: 0800.537 1000 (kostenfreie Servicenummer)
Im Internet: http://www.berlinerstadtwerke.de
Facebook: http://facebook.com/berlinerstadtwerke

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