Neue Denkfabrik für die Berliner Start-up Szene

Die Start-up Szene in Berlin

Start Up in Berlin

14.08.2015
Berlin hat eine junge und aufstrebende Start-up Szene. Wer erfolgreiche Unternehmen für digitale Technologien gründen möchte, kommt häufig in die Hauptstadt. Um die öffentliche Förderung und Vernetzung zwischen den Unternehmen könnte es aber besser gestellt sein. Das war auch ein Ergebnis des Digitalgipfels, zu dem der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Präsident der Technischen Universität, Christian Thomson, Ende Juni eingeladen hatten. Der Wunsch: In Berlin solle es mehr öffentliche Orte geben, an denen Entwickler, Programmierer und Designer zusammenkommen können. Das „Berlin Digital Institute“ soll ab diesem Jahr solche Räume schaffen.

Berliner Digitalinstitut mit Stadtlabor

Zum „Berlin Digital Institute“ soll unter anderem ein Stadtlabor oder auch „City Lab“ gehören, das von Entwicklern zum Experimentieren genutzt werden kann. Formen der datengestützten Verwaltung und Produktionen sollen sich hier erproben lassen. Hinter dem Digitalinstitut steht die Technologiestiftung Berlin (TSB). Deren Chef Nicolas Zimmer hat einen Förderantrag über 100.000 Euro beim Berliner Senat eingereicht und steuert noch einmal 10.000 Euro aus der Kasse der TSB bei. Diese Summe soll die neue Denkfabrik auf den Weg bringen.

Die Berliner Politik hat durchaus schon zuvor versucht, die digitale Szene der Stadt zu unterstützen. Es gibt zum Beispiel die „Berliner Start-up Unit“, die Lücken in der Förderung digitaler Technologien aufdecken soll. Allerdings kann sie noch kaum Erfolge vorweisen. Mit der neuen Denkfabrik soll unter anderem der Ausbau der digitalen Verwaltung vorangetrieben werden. Es gibt zwar schon einige Online-Angebote der Berliner Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger nehmen diese aber kaum wahr. Zimmer schwebt zum Beispiel ein komplett digitales Bürgeramt im Internet vor, dass die Mitarbeiter der Verwaltung entlastet und Bürgern lange Wartezeiten erspart. (Foto: © pupunkkop)