Schwarzbuch Steuerverschwendung: Hier versenkt Berlin Millionen

Steuerverschwendung in Berlin

Steuerverschwendung in Berlin

07.10.2016
Am gestrigen Donnerstag hat der Bund der Steuerzahler sein Schwarzbuch 2016/17 vorgestellt. Darin werden verschiedene Beispiele für Steuerverschwendung vorgestellt. Insgesamt 100 Fälle hat der Bund der Steuerzahler zusammengefasst. Drei der Exempel stammen aus Berlin.

Beispiele für Steuerverschwendung in Berlin

Misslungene Begegnungszone

Erstes Beispiel für die Verschwendung von Steuergeldern ist dem Schwarzbuch zufolge die Begegnungszone in der Maaßenstraße in Berlin Schöneberg. Rund 835.000 Euro hat der Neubau gekostet, der die Straße für Fußgänger attraktiver machen sollte. Dafür wurde unter anderem die Fahrbahn verengt. Und genau darüber klagen nun Anwohner und Geschäftsleute, ebenso wie über zuwenige Parkplätze.

„Sinnlose“ Fußgängerbrücke

Ganze 465.000 investierte der Berliner Senat in eine neue Fußgängerbrücke in Köpenick. Das klingt erstmal nicht weiter schlimm – allerdings gibt es 75 Meter weiter bereits eine Brücke. Rund drei Viertel der bestehenden 800 Brücken in Berlin gelten zudem als sanierungsbedürftig. Den kleinen Kiezgrabensteg in Köpenick sieht der Bund der Steuerzahler daher als „sinnlos“ an. ( Brücken in Berlin als Sehenswürdigkeit )

81.000 Euro für nicht nutzbaren Smartphone-Guide

Einen Schildbürgerstreich spielte der Senat mit einem geplanten Smartphone-Guide für die Friedrichstraße. 81.000 Euro investierte der Bezirk in das Projekt. An Laternenmasten sollten Schilder mit QR-Codes angebracht werden. Mit dem Smartphone sollten sich darüber kurze Videos zur Geschichte der Friedrichstraße abrufen lassen. Doch das Anbringen dieser Hinweistafeln hat der Senat untersagt.

Milliardengrab BER

Ebenfalls Erwähnung findet natürlich auch das Millionengrab BER. Nach Einschätzung des Bunds der Steuerzahler wird der Hauptstadtflughafen nie wirtschaftlich arbeiten können – selbst wenn er denn mal irgendwann eröffnen sollte. Bislang sei das Projekt bereits mehr als vier Milliarden teurer als geplant. ( Foto: © bluedesign)
Links zum Thema: Finanzämter in Berlin