Streik: Länger warten auf die Osterpost

02.04.2015
Ostern steht vor der Tür. Da möchte so manch einer lieben Menschen eine kleine Freude machen, auch Freunden und Verwandten, die etwas weiter weg wohnen. Doch Päckchen, Postkarten und Briefe könnten zu diesem Osterfest verspätet eintreffen. Denn schon seit gestern streiken die Postzusteller – und auch am heutigen Gründonnerstag setzt die Gewerkschaft Verdi den Warnstreik fort. Mit rund 500 Streikenden rechnet die Gewerkschaft in Berlin und Brandenburg. Heute ist auch die Postzustellung in Potsdam vom Streik betroffen.
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Die Hintergründe zum Streik

Postzusteller in Berlin und Brandenburg legen die Arbeit nieder – und sind damit Teil eines bundesweiten Warnstreiks. Verdi fordert die Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich für die nach Tariflohn bezahlten Mitarbeiter der Post. Das sind etwa 140.000 Postzusteller. Die Gewerkschaft reagiert damit auf Niedriglohn-Firmen, die die Deutsche Post selbst als regionale Tochterunternehmen gegründet hat. Die Post lagert ihre Arbeitskräfte an die Niedriglöhntöchter aus, spart damit Geld – und bricht laut Verdi vertragliche Vereinbarungen. Die Beschäftigten der Regionalunternehmen werden nach dem Tariflohn der Logistikbranche bezahlt. Dadurch erhalten sie rund 20 Prozent weniger Lohn, als wenn sie direkt bei der Deutschen Post beschäftigt wären.

Osterpost bleibt liegen

Schon am gestrigen Mittwoch warteten viele Haushalte in Berlin und Brandenburg vergeblich auf ihre Briefe und Pakete. Laut Aussagen der Gewerkschaft wurden einige zehntausend Päckchen und Briefe im ganzen Bundesgebiet nicht zugestellt. Auch über das Osterwochenende soll sich die Zustellung der Post verzögern. (Foto: © JiSign)
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