Filmpark Babelsberg in Potsdam: Eintauchen in die Welt der Stars und Sternchen Vor dem Krieg war es neben Hollywood das weltgrößte Studiogelände, heute ist der Filmpark Babelsberg in erster Linie eine beliebte Freizeit-Attraktion für die ganze Familie. Regisseure wie Friedrich
Filmpark Babelsberg in Potsdam
Foto © Pressebild Filmpark Babelsberg
Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch oder Josef von Sternberg, Stars wie Heinz Rühmann, Greta Garbo oder Marlene Dietrich schufen hier zwischen 1912 und 1945 rund 1300 Filme. In den Babelsberger Studios entstanden auf Zelluloid gebannte Juwelen wie Fritz Langs "Metropolis", Wolfgang Petersens "Das Boot" oder Werner Staudtes "Die Mörder sind unter uns" mit der jungen Hildegard Knef in der Hauptrolle. Auch zu DDR-Zeiten ließ der Eifer der Produzenten nicht nach.

Die Geschichte vom Kleinen Muck" oder der Oscar-nominierte "Jacob der Lügner" sind nur zwei der 700 DEFA-Filme, die während dieser Ära gedreht wurden.
Heute ist es vor allem die beliebte Vorabend-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die den Drehplan in Babelsberg bestimmt. Doch neben den Daily-Soap-Stars, die - wenn man Glück hat - montags in "Daniel's Bar" den Stift zücken und Autogrammkarten signieren, gibt's im Filmpark noch eine Menge mehr zu erleben. Als Hauptattraktionen gelten die spektakuläre Stuntshow Bartertown, ein furchterregender Tauchgang in Wolfgang Petersens Filmset "Das Boot", das 4D-Actionkino "Metropolis" sowie eine amüsante Filmtiershow, die staunen lässt zu was Tiere alles fähig sind. In der mittelalterlichen Stadt Camelot kann man sich am Grab des legendären Nosferatu gruseln oder sich ansichts der spukigen Umtriebe einiger schlafloser Seelen auf dem Friedhof schaudern. Filmhandwerk zum Anfassen heißt das Motto in der "Halle der Traumwerker", in der man einiges über Maske, Kostüm und Kulissenbau erfährt. Hier kann man sich wie ein echter Star fühlen und gegen eine Zusatzgebühr einmal professionell schminken lassen oder ein Kostüm anprobieren. In der "Caligari-Halle" hingegen trifft man auf "alte Bekannte", so z.B. auf Star Wars-Helden Darth Vader und Yoda oder den Glücksdrachen Fuchur und die Steinbeißerfamilie aus der Michael Ende-Verfilmung "Die Unendliche Geschichte".

Höhepunkt für echte Cineasten dürfte jedoch die Studio-Tour durch die Medienstadt sein, die direkt an den Filmpark grenzt und
nicht zu Fuß, sondern aus Sicherheitsgründen nur mit einem Bus besichtigt werden kann. Die Fahrt führt vorbei an Hallen für Filmschnitt und Spezialeffekten, um schließlich an einer Originalkulisse, in der unter anderem Teile des Films "Sonnenalle" gedreht worden sind, einen Stopp einzulegen. Hier kann man im wahrsten Sinne des Wortes einen Blick hinter die Kulissen werfen, denn die hier aufgebauten Häuser sind in der Tat "nur" Fassade - dahinter stützen Holzpfeiler die, aus frontaler Sicht betrachtet, scheinbar massiven Altbauten.

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