Bernau bei Berlin Die Stadt Bernau liegt ca. 10 km nordöstlich von Berlin im Landkreis Barnim, des Landes Brandenburg. Die Panke entspringt in Bernau und mündet in Berlin in die Spree. Die Stadt grenzt im Norden an Biesenthal und die Gemeinde Rüdnitz, im Osten an die Stadt Werneuchen, im Süden an die Gemeinde Ahrensfelde. Im Westen und im Norden grenzt Bernau an die Gemeinde Wandlitz.

Im Stadtteil Birkholzaue verläuft an der Westseite der Landstraße die Ortsgrenze zu Elisenau (gehört zum Ortsteil Ahrensfelde). Die eigentliche Ortsgrenze trennt zwei eigentlich nicht getrennte Siedlungen, sodass es links und rechts der Straße zwei unterschiedliche Ortseingangs- und Ortsausgangsschilder gibt. Bernau ist eine der elf Hauptstationen der Märkischen Eiszeitstraße.

Die Stadt Bernau blickt auf eine fast 900jährige Geschichte zurück. In ihrem Bestehen wurde Bernau besonders durch ihre Bier- und Tuchproduktion bereits im Mittelalter überregional bekannt. Über mehrere Jahrhunderte galt das Bier der Mark Brandenburg als das Beste und Haltbarste und war Hauptbestandteil des Exports. Im heutigen Heimatmuseum können Besucher der Stadt sich ein Bild von der Bernauer Braukunst machen. Zahlreiche Trinkgefäße und Schankzeug vermitteln einen Eindruck von der Bierbraukunst der Bernauer. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Bernau verarmt und hatte kaum noch Bewohner. In der Mitte des 19.Jahrhunderts erlebte die Stadt jedoch eine neue Blütezeit, als 1842 die Eisenbahnstrecke Berlin-Eberswalde eingeweiht wurde. Die Nähe zu Berlin sorgte dafür, dass auch in Bernau der gewerbliche Aufschwung Einzug hielt.

Um die Stadt ranken sich zahlreiche Sagen. Die bekannteste von Ihnen ist wohl die, warum es in Bernau keine Schlangen gibt. Der Legende zufolge, sollten die Einwohner Bernaus, beim Guss der Glocke, all ihr Metall spenden. Jeder brachte, was er geben konnte. Auch eine alte Frau, die als Hexe galt kam. Als sie ihre Schürze öffnete, warf sie Kreuzottern und andere Schlangen in die Glut. Alle waren furchtbar schockiert, doch der Klang der Bernauer Glocke hat noch bis heute alle Schlangen von der Stadt ferngehalten. Es gibt tatsächlich keine Giftschlangen in und um Bernau. Vielleicht ist ja doch was an der Legende dran! In Bernau gibt es auch eine Menge Sehenswürdigkeiten. Da wäre zum Beispiel das Heimatmuseum, das Exponate im Steintor und im Henkerhaus, ausstellt. Das Steintor ist das einzige von ehemals 3 Toren der Stadtbefestigung, das noch erhalten ist. Das Henkerhaus liegt direkt an der Stadtmauer und ist, wie der Name schon vermuten lässt, die ehemalige Scharfrichterei.
Das wichtigste Bauwerk ist jedoch die St.Marienkirche. Sie wurde 1519 geweiht und beherbergt einen Flügelaltar aus der Schule Lucas Cranach d.Ä. Die Stadtmauer ist heute noch auf einer Länge von 1,3 Kilometern erhalten. An ihr befinden sich auch der Pulver- und der Hungerturm. Auf den Hungerturm kann man steigen und einen Ausblick auf die gesamte Stadt genießen. In der Fliederstraße, im Ortsteil Blumenhag befindet sich die Bernauer Sternwarte. In Bernau gibt es alljährlich wiederkehrende Veranstaltungen. Am zweiten Juniwochenende findet das Hussitenfest statt. Dann verwandelt sich der Stadtpark in einen mittelalterlichen Marktplatz und Heerlager. Im Herbst findet das Festival Alter Musik in der St. Marienkirche statt. Mit etwas Glück trifft man hier auf internationale Künstler und Prominenz.

Text: N.S.


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