Ein Urlaub im Oderbruch lohnt sicher!
Foto © -wn-
der musz essen, was der Hund schit." Solche kategorischen Lebensmaximen erzählen von den anfänglichen Selbst-Zumutungen jener Neu-Oderbrücher, die Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) mit Hilfe einer "Kommission zur Herbeischaffung von Kolonisten" Mitte des 18. Jahrhunderts im Oderbruch ansiedelte. Der größte deutsche Flusspolder, ein durch Flussbegradigung und Melioration nutzbar gemachtes Binnendelta, ist 80 km lang und 4 bis 16 km breit. In seinem nördlichen, vor dem Eingriff oft überfluteten Teil spielte sich die Erfolgsgeschichte einer inneren Kolonisation ab, die den Preußenkönig zu der selbstgefälligen Bemerkung veranlasste: "Hier hab ich im Frieden eine Provinz erobert." - bekanntlich konnte der kriegerische Schöngeist auch anders. Um den Fluss schneller zu machen und die Hochwassergefahr wenigstens zu mindern, wurde zwischen Güstebiese (Gozdowice) und Hohensaaten ein neues geradliniges, knapp 19 Kilometer langes Strombett gegraben und auf diese Weise eine etwa 25 Kilometer lange Schleife aus dem Flussverlauf genommen.