Neulietzegöricke ist ein Ortsteil der Gemeinde Neulewin.
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Güstebieser Loose mit dem Ansuchen um baldigen Abfluss der alljährlichen Oderflut zu ihm aufgestiegen war. Vernommen hätte er das lutherische Glaubensbekenntnis und das ihn als den Schöpfer aller Dinge lobende Halleluja. Weder drückte die kleine Brücher-Gemeinde Kirchenbänke noch befand sie sich im Schiff eines gemauerten Münsters. Die Gläubigen saßen vielmehr in mit Stocherstangen zu bewegenden flachen Sumpfkähnen, die sie eigens für den Gottesdienst mit Reepen zu einem schwimmenden Verband zusammengebunden hatten. Der Pfarrer stand breitbeinig balancierend vor ihnen in einem im überschwemmten Bruch-Grund verankerten und mit einem Not-Altar versehenen Kahn. Solche Szenen des Hilflosen gab es häufig im Oderbruch - vor dem Ausheben des heutigen fließstärkeren Oderbettes, vor den umfangreichen Ufer-Eindeichungen und vor dem Ausstechen zahlloser Wasser-Abzugskanäle, durch die die Sümpfe zu anbaufähigem Land gewandelt wurden. Bisher hatten die Anwohner die ständig trocken bleibenden und - zwischen den Hochwassern - die wieder getrockneten Flecken bearbeitet, sie hielten ihr Vieh und saßen ansonsten in ihren Häusern, die zusätzlich mit Kuhdung-Dämmen bewehrt waren. Meist lebten sie vom Fischfang. Mit "Fisch und Krebse und Krebse und Fisch" - wird der frugale Speisezettel beschrieben.