Eisenhüttenstadt: Neuer Name - alte Geschichte

Ihren seltsamen Namen verdankt sie der Entstalinisierung: 1961 wurde die Wohnstadt des Eisenhüttenkombinats Ost (EKO), die acht Jahre zuvor unter dem
Blick auf Eisenhüttenstadt
Blick auf Eisenhüttenstadt und die Kirche - Foto: © to-fo
Namen "Stalinstadt" aus dem Ort Fürstenbeg herausgelöst worden war, mit diesem als "Eisenhüttenstadt" wiedervereint.
Im Gegensatz zur weitaus größeren Neustadt blickt das kleine Fürstenberg auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Gegründet wurde es um 1250; das heute eingemeindete Dorf Schönfließ fand 1316 zum ersten Mal Erwähnung. Die Einwohner beider Orte mussten regelmäßig Naturalien an das nahegelegene Kloster Neuzelle liefern.
 
Sehenswürdigkeiten in Eisenhüttenstadt:
  • Alltagskultur der DDR
  • Feuerwehrmuseum
  • Wohnstadt des Hüttenwerks
  • Friedrich-Wolf-Theater
  • Weitere Sehenswürdigkeiten
  • Locations & Firmen in Eisenhüttenstadt:
  • Ärzte
  • Rechtsanwälte
  • Hotels
  • Restaurants
  • City Center Eisenhüttenstadt
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    Geschichte der Stadt Eisenhüttenstadt

    Im 19. Jahrhundert wandelte sich die wirtschaftliche Lage. Nach Angliederung an Preußen wurde das Kloster aufgelöst, die Abgaben entfielen. Dank der Entdeckung
    von Braunkohle in der Nähe von Schönfließ, begann sich das Dorf zum Industrieort zu entwickeln. In Fürstenberg wurde eine Glashütte errichtet, die mit der geförderten Kohle betrieben wurde. Die Einführung der Amerikanischen Korbweide führte zur Gründung zahlreicher Korbmachereien. Außerdem wurden um 1881 die Fürstenberger Schiffswerften gebaut. Der wirtschaftliche Boom dauerte bis zur Jahrhundertwende an. Die Rolle der Stadt im zweiten Weltkrieg ist weniger rühmlich. Ihre Industrieanlagen wurden von den Nationalsozialisten für die Rüstungsproduktion genutzt. Die Arbeiter waren zum großen Teil Kriegsgefangene. Auch bei der Vorbereitung des Krieges hatte man bereits Zwangsarbeiter eingesetzt. Dazu war schon vor Kriegsbeginn ein großes Gefangenenlager in Fürstenberg errichtet worden.

    Nach der Wiedervereinigung ging die Stahlproduktion zurück, drei der Hochöfen wurden stillgelegt. Seitdem ist Eisenhüttenstadt stark geschrumpft, die Neustadt wurde zurückgebaut. Jedoch ist ArcelorMittal Eisenhüttenstadt immer noch einer der größten Arbeitgeber in Brandenburg. Trotz der industriellen Ausrichtung Eisenhüttenstadts hat die Umgebung viel landschaftlichen Reiz zu bieten. Direkt an der Oder gelegen, ist die Stadt über den Oder-Spree-Kanal auf dem Wasserweg von Berlin aus erreichbar. Auch im Winter lohnt sich ein Ausflug: Die nahegelegenen Diehloer Berge warten mit Sprungschanze und Schneekanone auf und laden zum Abfahrtsski ein.

    Hübsch ist der historische Stadtkern Fürstenbergs mit der über 600 Jahre alten Nikolaikirche. Architekturinteressierte werden sicher auch Gefallen an den 50er Jahre-Bauten der Neustadt finden. Abrunden lässt sich ein Stadtbummel mit dem Besuch im Dokumentationszentrum "Alltagskultur der DDR". Wer nun noch Zeit hat, sollte sich das nahegelegene Zisterzienserkloster Neuzelle nicht entgehen lassen: Bis heute ist das Gebäude einschließlich der Außenanlagen unzerstört.
    Text: JJ

    Adresse der Stadtverwaltung:
    Zentraler Platz 1
    15890 Eisenhüttenstadt

    Stadtplan von Eisenhüttenstadt:

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