Neuruppin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, im Land Brandenburg. Da Neuruppin der Geburtsort von Theodor Fontane ist,
Klosterkirche  Neuruppin
Foto © Peter Probst
trägt die Stadt auch den Beinamen "Fontanestadt". Wie viele Städte in Brandenburg ist auch Neuruppin Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg. Die Stadt ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands und liegt ca. 60 Kilometer nordwestlich von Berlin.

Zur Stadt gehören seit der Eingemeindung 1993 unter anderem die Ortsteile Alt Ruppin, Buskow, Gnewikow, Gühlen-Glienicke und Alt-Glienicke, Lichtenberg und Wulkow.
Die Stadt Neuruppin blickt auf eine fast 800 jährige Geschichte zurück. Bereits im Mittelalter war sie eine der größten nordostdeutschen Städte. Aus dieser Zeit stammen zum Beispiel die Stadtmauer, Teile der Klosterkirche St. Trinitatis, die St.-Georgs-Kapelle und die Reste des Seeviertels. Wie vielen Städten erging es auch Neuruppin in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges alles andere als gut. Nach zahlreichen Verwüstungen, wurde Neuruppin dann Ende des 17. Jahrhunderts eine der ersten Garnisonsstädte Brandenburgs.
Die wohl größte Katastrophe in der Geschichte der Stadt, war der Flächenbrand im August des Jahres 1787. Bei diesem Brand wurden fast 400 Häuser vernichtet, unter ihnen die mittelalterliche Stadtanlage mit dem Rathaus und fast zwei Drittel der Fachwerkbauten. Der Wiederaufbau begann dann im Jahr 1788, nach einem einheitlich geplanten Grundriss, und wurde im Jahr 1804 abgeschlossen. Durch die genaue Planung des Wiederaufbaus, entstand ein rechtwinkliges Netz von Straßen, kombiniert mit langen breiten Straßen, Plätzen und Häusern im frühklassizistischen Stil. Diese Gebäude prägen bis heute das Stadtbild und machen Neuruppin zu einem Musterbeispiel der frühklassizistischen Baukunst. Den Abschluss des Wiederaufbaus stellte die Fertigstellung der Pfarrkirche St. Marien dar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde Neuruppin Mittelpunkt eines Nebenbahnnetzes, das bis zum Ende des 2. Weltkrieges durch die Ruppiner Eisenbahn AG betrieben wurde.

In einer Stadt wie Neuruppin gibt es auch einige Sehenswürdigkeiten, da wäre zum Beispiel die bis heute fast vollständig erhaltene Stadtmauer oder die bereits erwähnte St. Trinitatis Kirche, dem Wahrzeichen der Stadt, aus dem Jahre 1246. Zu einem Spaziergang lädt der Tempelgarten mit Apollo-Tempel ein, in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Garten durch den Bau der Türkischen Villa und das Gärtnerhaus, mit Minarett, ergänzt und vervollständigt. Wenn man schon in der Fontanestadt ist, sollte man auch dem Geburtshaus des Schriftstellers einen Besuch abstatten. Das Geburtshaus befindet sich dort, wo heute die Löwen-Apotheke untergebracht ist.
Zahlreiche Museen, wie das Museum Neuruppin, das Handwerksmuseum und die Heimatstube Karwe, laden zum Stöbern und Entdecken ein. In und um Neuruppin ist in den vergangenen Jahren ein ausgeklügeltes und touristisch interessantes Netz aus Radwegen entstanden.
Neuruppin ist mit der Bahn, dem sogenannten Prignitzexpress und über die Autobahn A 24 über die gleichnamige Abfahrt Neuruppin oder Neuruppin Süd erreichbar.
Text: N.S.


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