Die Prignitz ist kein Standort in Randlage
Die Prignitz ist kein Standort in Randlage. Im Gegenteil: Der Landkreis befindet sich zentral zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg. Das ist ein wichtiger Standortvorteil für Unternehmen, die die Nachfrage in beiden Metropolen bedienen wollen und international aktiv sind. Zudem hat die Prignitz Kompetenzen in wirtschaftlichen Schwerpunktbereichen – die Hälfte der Brandenburger Wachs-tumsbranchen sind in der Prignitz vertreten: Automotive, Holzverarbeitung, Ernäh-rungswirtschaft, Papier, Metallverarbeitung, Schienenverkehrstechnik, Medien / Informationstechnologien sowie Mineralöl / Biokraftstoffe. Mit diesem Potenzial ist der Landkreis gut aufgestellt für die weitere wirtschaftliche Entwicklung.“
Das erklärte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns zum Auftakt seiner heutigen Arbeitsbesuche im Landkreis Prignitz.
Zum Beginn seiner Regionalreise besuchte Minister Junghanns die Taptel Call Center GmbH in Wittenberge. „Moderne Teledienstleister wie Taptel bieten gute Jobperspektiven. Die Service Center setzen auf qualifizierte Mitarbeiter mit schneller Auffassungsgabe und hoher Flexibilität. Hier punktet Brandenburg“, sagte Minister Junghanns. Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg habe sich insgesamt zu einem starken Standort für moderne Teledienstleistungen mit nationaler und zunehmend auch europäischer Ausstrahlung entwickelt, so der Minister weiter. „Allein in den 60 Brandenburger Customer Service Centern sind rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Insgesamt hat die Branche in der Hauptstadtregion rund 20.000 Jobs geschaffen. Die Tendenz ist steigend“, erklärte Minister Junghanns. Taptel in Wittenberge hat rund 170 Mitarbeiter.
Im Anschluss besuchte Minister Junghanns die Prignitzer Chemie GmbH. Das Unternehmen stellt oleochemische Erzeugnisse wie Fettalkohole oder Glycerine auf der Basis nachwachsender Rohstoffe wie beispielsweise Raps oder Sonnenblumen her. „Die chemische Industrie zählt zu den Branchen im Landkreis Prignitz, die in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt haben“, hob Minister Junghanns hervor. So verzeichnete die chemische Industrie in der Prignitz nach einer Analyse der Prognos AG im Zeitraum von 1999 bis 2005 einen jährlichen Beschäftigungszuwachs von 22,2 Prozent. Auch in der Metallindustrie und auf dem Recyclingsektor konnten zweistellige Beschäftigtenzuwächse verzeichnet werden.
„Eine ähnlich gute Entwicklung wie bei den Beschäftigtenzahlen verzeichnet die Prignitz bei den Ansiedlungen. Insgesamt haben sich seit 1998 mit Unterstützung der ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg 21 Unternehmen in der Prignitz neu angesiedelt“, erklärte Minister Junghanns. „Allein im Jahr 2005 sorgten vier Ansiedlungen bzw. Erweiterungsinvestitionen für neue Arbeitsplätze“, so der Minister weiter. Die BMG Brandenburgisch-Mecklenburgische Geflügelnahrung GmbH siedelte sich mit einem Kraftfutterwerk im Landkreis an, die Unternehmen TAPTEL und Gelkaps erweiterten ihre Produktionsstätten, die EOP Biodiesel AG verdoppelte ihre Kapazität.
Zum Abschluss seiner Kreisreise wird Minister Junghanns am Abend an einer Unternehmerrunde in Wittenberge teilnehmen.
Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft Brandenburg