Bad Wilsnack: Vom Wallfahrtsort zur Kurstadt

Im Mittelalter ein europaweit bekannter Wallfahrtsort ist die Kurstadt Bad Wilsnack im Nordwesten Brandenburgs heute in erster Linie für ihr wertvolles Heilklima berühmt.
Wunderblutkirche in Bad Wilsnack (Prignitz)
Die Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack
Foto: © babelsberger
Als "Tor zur Elbtalaue" zieht das kleine Städtchen neben Kurgästen auch Naturfreunde hierher, denn in unmittelbarer Nähe grenzt das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe als eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas an.
Die mächtige Wunderblutkirche, die dereinst Pilger aus ganz Europa anreisen ließ, dominiert auch heute noch das Zentrum des kleinen Kurorts im Landkreis Prignitz nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Das Wunder der blutenden Hostien, das die Pilger bestaunten und dort Heilung und Vergebung ihrer Sünden suchten, ist allerdings schon länger Geschichte. Während der Reformation wurden die "wundertätigen", gegen Ablass Heilung versprechenden Hostien verbrannt und Bad Wilsnack rutschte mit einem Schlag in die Bedeutungslosigkeit ab. In der imposanten spätgotischen Backsteinhalle der Kirche zeugen jedoch noch der Wunderblutschrein aus dem 15. Jahrhundert und der Wunderblutfundstein von florierenden Wallfahrtszeiten.

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Sehenswürdigkeiten in Bad Wilsnack:
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  • Wunderblutkirche
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  • Schloss Grube
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    Der Kurort Bad Wilsnack in der Prignitz

    Auch heute noch wollen viele Gäste in Bad Wilsnack Heilung finden - jedoch nicht in der Kirche, sondern im Kurzentrum. Durch die außergewöhnlich reine und
    sauerstoffreiche Luft, aber auch dank der Entdeckung der eisenoxidhaltigen Moorerde avancierte das Ackerbürgerstädtchen von einem Luftkurort zu einem Eisenmoorbad, das vor allem bei Rheuma, Gicht und Ischias Heilung bringen soll. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts wird das Heilmittelangebot zusätzlich um die Thermalsole ergänzt und Bad Wilsnack bekommt die unbefristete staatliche Anerkennung als Thermalsole- und Moorheilbad. Das feine Thermalsole-Heilwasser, das in Brandenburgs erstem Gradierwerk über spezielles Edelreisig verdunstet, hilft wegen seines hohen Jodgehaltes bei Bronchien- und Atemwegserkrankungen. Zum Repertoire der Therme im andalusischen Stil gehört unter anderem auch ein liebevoll rustikal mit 300 Jahre alten Berg- und Sennhütten errichtetes Saunadorf.

    Bad Wilsnack hat schöne Parks zum Entspannen
    Wie es sich für eine Kurstadt gehört, prägen weitläufige Grünflächen und Parks das Stadtbild. Neben dem Schlosspark kann man im Stadtpark, dem Mühlendammpark am Karthanelauf und im knapp 10 Hektar großen Kurpark spazieren gehen. Letzterer unterteilt sich in drei Gärten, den Naturgarten mit Aussichtsturm, den Kurgarten mit Teich und Fitness- und Bewegungsgeräten sowie den Freizeitgarten mit Beachvolleyballanlage. Zusammengerechnet kommt Bad Wilsnack so auf eine traumhafte Grünflächenbilanz, denn auf jeden Einwohner kommen sage und schreibe 100 Quadratmeter Parkareal.

    Wer statt künstlich angelegter Gärten lieber raus in die "echte" Natur will, hat es von Bad Wilsnack nicht weit. Mitten im Naturpark Brandenburgische Elbtalaue gelegen, ist die Stadt umgeben von Wäldern, denen sie neben dem eisenhaltigen Moor auch die jodhaltige Thermalsole verdankt. Die Landschaft bietet seltenen Tieren wie Seeadlern, Kranichen, Weiß- und Schwarzstörchen, Bibern und Fischottern sowie Rotbauchunken und Laubfröschen letzte Rückzugsräume. Die Elbtalaue blieb weitestgehend von Zerstörung und Zersiedlung verschont, daher gibt es hier noch seltene Tier- und Pflanzenarten in Feuchtgrünländern, Auwaldresten und Qualmwasserbiotopen zu entdecken. Wer hier zum Wandern oder Radeln herkommt, sucht die Stille - und findet sie. Entlang der Elbe lässt sich neben fast unberührter Natur auch noch so manch anderes entdecken: alte Bauerngärten und kleine Dorfkirchen etwa, denen sich Spuren längst vergangener Zeiten und Geschlechter finden lassen.
    Text: A.K.

    Adresse der Amtsverwaltung:
    Am Markt 1
    19336 Bad Wilsnack

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