Der Fläming-SkateŽ lockt Inliner aus ganz Europa Skater-Mekka im Baruther Urstromtal: Der Fläming-SkateŽ lockt Inliner aus ganz Europa

Welcher Inliner kennt das nicht: Man hat sich die Rollen unter die Füße geschnallt, der Kopf ist behelmt, Knie, Arme und Hände
Der Fläming-SkateŽ
Foto Š fpfunke
sind mit den nötigen Schonern ausgestattet, die Sonne scheint. Es könnte so schön sein. Man könnte so richtig losdüsen. Eben: Man könnte. Wären da nicht die zahllosen Tücken, die auf fast jeder Strecke lauern und die einen permanent ausbremsen. Entweder sind es nörgelnde Fußgängergruppen, die die gesamte Breitseite des Weges in Anspruch nehmen und nur unwillig einen Schritt zur Seite gehen. Oder es sind Autos. Denn da die meisten Wanderwege ohnehin für Skater ungeeignet sind, macht doch schließlich nur asphaltierter Untergrund wirklich Sinn, ist man - vor allem in einer Großstadt wie Berlin - eher mit motorisierten Platzhirschen konfrontiert. Neben dem Feierabends im Sommer hochfrequentierten Berliner Kronprinzessinnenweg gibt es eigentlich kaum längere autofreie Strecken in der Stadt, die nicht irgendwo plötzlich von Teer in Kiesschotter übergehen. Extra für Skater ausgewisene Touren existieren in Deutschland de facto kaum.

Kein Wunder, dass der Fläming-Skate Ž im sonnigen Süden Berlins fast schon europaweit seinesgleichen sucht. Hier können Inliner auf drei Meter breiten Bahnen aus feinstem Asphalt stundenlang nach Herzenslust ihrem Hobby frönen. Dabei handelt es sich keineswegs um eine sterile Halle. Auf insgesamt rund 190 Kilometern führen die Wege durch den Niederen Fläming und das Baruther Urstromtal. Verträumte Dörfer, ehrwürdige Feldsteinkirchen, historische Mühlen und viele andere Zeitzeugen der älteren und jüngeren Geschichte säumen den Weg. Das Herzstück des Flaeming-SkateŽ, der Rundkurs RK 1 mit einer Länge von circa 95 km, bietet auf seinem Weg durch die Landschaft des Niederen Fläming, vorbei an den Städten Jüterbog und Luckenwalde, leichte wie auch anspruchsvollere Streckenabschnitte. Zwischendrin lohnt es sich, an einem der vielen extra angelegten Rastplätze Halt zu machen. Die Ortschaften am Wegesrand bieten außerdem eine vielfältige touristische Infrastruktur - vom Skate-Verleih über Biergärten, Hotels und Pensionen bis hin zu einer Kreativbude und einem Antiquitätenmarkt. Anfänger hingegen nehmen gerne ersteinmal mit dem circa 12 km langen Kolzenburger Rundkurs RK 2 bei Luckenwalde Vorlieb. Die Strecke ist vergleichsweise leicht zu bewältigen, vor allem, da es keine nennenswerten Höhenunterschiede gibt.
Wer das erste Mal auf den Rollen steht, ist vermutlich noch ziemlich zittrig auf den Beinen und hat in Luckenwalde die Möglichkeit, einen Anfängerkurs zu besuchen. Wer jedoch richtig Gas geben will, kommt am RK 4 besonders auf seine Kosten. Die Strecke liegt direkt an der Skate-Arena Jüterbog und eignet sich somit hervorragend für das Ausdauertraining der Speedskater oder die Vorbereitung auf einen Skate-Marathon.

Doch egal ob Speedskating oder gemütliches Inlinern mit der ganzen Familie, der Fläming-SkateŽ zieht bereits nicht nur Berliner und Brandenburger Skater jeglicher Couleur an, sondern hat schon Anhänger in ganz Europa gefunden. Die Schar der Begeisterten wächst stetig an. Klar, dass auch dieses Jahr wieder neue Netzerweiterungen und Streckenanschlüsse angesagt sind.

Weitere Informationen unter: www.flaeming-skate.de


Text: ak

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