Straußenfarm Jambo im Teltow-Fläming Raus in die Natur! Vor allem Stadtmenschen suchen am Wochenende nach Ausflugszielen, die Sehenswertes,
Jambo Straußenfarm in Brandenburg
Ein Strauß ist ein Laufvögel der bis zu bis zu 135 Kilogramm
schwer werden kann! / Foto © H. Dommnich
Natur und frische Luft vereinen. Sicher ist dies ein Grund, warum Zoo und Tierpark so beliebt sind. Warum nicht einmal eine Straußenfarm? Im kleinen Ort Merzdorf bei Baruth lädt eine Straußenfarm ganzjährig (außer im Januar) zu einem Besuch ein.

Viel Platz für Strauße auf der Farm
Schätzungsweise 50 und mehr Tiere leben dort in mehreren großen Gehegen. Vier Zuchttrios (immer ein Hahn und zwei Hennen) finden Platz auf je einer etwa 3000 bis 5000 Quadratmeter großen Weide mit einer lichtdurchlässigen Halle als Stall. Die Zuchttiere und ihr Nachwuchs genießen den Platz und zeigen hier eindrucksvoll ihr weiches Gefieder, ihre Laufstärke, Schnelligkeit und Kraft. Der Inhaber erzählt: "Die Gehege sind so groß, da das Gras nie ganz abgefressen werden darf. Man kann die Tiere nicht einfach von einem Gehege in das nächste versetzten, so wie man Rinder und Pferde von einer Weide zur anderen bringt. Die Strauße legen sonst keine Eier mehr." Ursprünglich lebten Strauße nicht in Afrika, sondern in Asien und auch Europa. Es sind Steppentiere, die mit unserem europäischen Winter gut zurecht kommen.
Noch vor 10.000 Jahren lebten Straußengruppen in Europa. In der Straußenfarm entscheiden die Tiere selbst, ob sie sich im Stall oder im Freien aufhalten wollen. Auch im Winter schlafen sie meistens unter freiem Himmel.

Zucht auf der Straußenfarm in Brandenburg
Auf der Farm leben Jungtiere, die direkt von den Eltern ausgebrütet werden und solche, die als Kunstbrut aus dem Brutschrank kommen. Eine Henne legt etwa 50 bis 60 Eier pro Jahr in eine Mulde, die der Hahn geschoben hat. Das Ei wiegt zwischen 1500 und 2000 Gramm. Bis August entnimmt der Farmer die Eier und verwendet sie entweder in der Küche oder für die Kunstbrut. Im März kommen mehrere Eier in den Brutschrank. Nach 42 Tagen schlüpfen die Küken. Die Jungen sind dann ab Juni im Freien zu beobachten. Ab August entnimmt der Farmer keine Eier mehr. Dann wechseln sich Hahn und Henne beim Brüten ab. Nachts brütet der Hahn und tagsüber die Henne. Ungefähr Mitte Oktober stolzieren dann die Eltern mit ihren kleinen Küken durch die Gehege. Nach etwa 11 Monaten wechseln die Jungtiere das Gefieder. Dann bekommen die Männchen schwarze Federn, die Weibchen bleiben grau-braun. Der Strauß wechselt nur einmal im Leben sein Federkleid. Die Alttiere sind die Zuchttiere, die 50 bis 70 Jahre lang leben können und dürfen. Geschlachtet werden nur die jährlich herangezogenen Jungtiere nach etwa 15 Monaten.

Die Farm bietet noch mehr
Neben den Straußen begegnen dem Besucher mehrere kleine Minischweine, die zwischen den Gehegen frei herumlaufen und sich auch anfassen lassen.
Vogel in der Straußenfarm Baruth
Auf der Straußenfarm haben die Vögel viel Platz.
Foto © H. Dommnich
Es sind zutrauliche Tiere, obwohl der Eber mit Hauern ausgestattet, doch erst einmal mit Vorsicht betrachtet wird. Als schmuckvoller Kontrast stolziert in der Straußenfarm ein Pfauenpärchen umher. Und wer Glück hat, kann die zur Farm gehörenden Highland-Rinder aus direkter Nähe betrachten, wenn sie sich auf ihrer großen Koppel nahe am Weg aufhalten. Dann ernten sie vom Besucher mit ihren gewaltige Hörnern und dem braunen Fell tiefe Bewunderung. Aber auch aus der Ferne, wiederkäuend im Gras liegend, wirken Highland-Cattles majestätisch. Und wenn der Hunger ruft? Der Straußenimbiss lädt ein! Ein Straußenei entspricht ungefähr der Masse von 25 Hühnereiern. Man kann daraus gut ein Omelette für 5 bis 6 Personen zubereiten. Im Straußenimbiss können Sie sich ein solches Omelette bestellen. Natürlich wird auch Straußenstaek, Straußenboulette oder - bratwurst serviert. Nehmen Sie Platz im Freien oder wärmen Sie sich im Wintergarten auf. Für Souvenirs wurde ein kleiner Farmladen eingerichtet, in dem es Produkte rund um den Strauß gibt. Ob einzelne Federn, Federn zum Staubwedel (antistatisch) verarbeitet, bemalte oder naturbelassene Straußeneier, Straußenleder und Produkte daraus und natürlich verschiedene Fleisch- und Wurstwaren, der Besucher wird staunen.

Kurzinfo zur Jambo-Straußenarm bei Berlin
Die Jambo-Straußenfarm liegt in Merzdorf bei Baruth im Teltow-Fläming. Somit kann sie auch für Berliner am Wochenende ein lohnendes Ausflugsziel sein. Im Winter ist sie von Mittwoch bis Sonntag von 10,00 bis 16,00 Uhr geöffnet, im Sommer an den gleichen Tagen von 10,00 bis 18,00 Uhr. Im Januar bleibt die Farm geschlossen. Der Weg zur Farm ist in Merzdorf gut ausgeschildert und nicht schwer zu finden. Gruppen können Führungen anmelden. Egal ob Schulklassen oder andere, sie sind gern gesehen. Ganz in der Nähe liegt der Wildpark Johannismühle und das Museumsdorf Glashütte. Beides ebenso sehenswerte Ausflugsziele. Anschrift:
Jambo Straußenfarm -
15837 Baruth/ Mark OT Merzdorf
Text: H.D. für In-Berlin-Brandenburg.com

 
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