Luckenwalde: Paradies für Kletter- und Skatefans Die Kreisstadt des Landkreises Teltow-Fläming, gelegen in den Niederungen des Baruther Urstromtals, lockt insbesondere im Sommer als beliebter Startpunkt des Fläming Skate,
historisches St. Johanniskirche in Luckenwalde
historische St. Johanniskirche mit Marktturm
( Pressefoto der Stadt Luckenwalde )
Europas größtes Inline-Skate-Streckennetz. Kletterfans hingegen schätzen das Städtchen mit seiner gut erhaltenen und restaurierten Altstadt aufgrund des großen Hochseilgartens, einer der wenigen im gesamten Umfeld Berlins. Doch auch im Winter lässt sich ein Besuch der Luckenwalder Fläming-Therme gut mit einem Altstadtbummel verbinden.
In Schriftdokumenten taucht Luckenwalde das erste Mal 1216 auf, als Burgward Luckenwalde. Doch die stolze Festung, die, wie neuere archäologische Untersuchungen ergeben haben, gleich von einer ganzen Vielzahl von Burggräben umzogen war, wurde von den Zinnaer Mönchen bereits 1285 wieder abgerissen - wegen angeblicher Baufälligkeit. Das Abrissmaterial, so heißt es, wurde stattdessen für den Bau der Kirche weiterverwertet. Aus diesen Zeiten stammt noch der 38 Meter hohe Marktturm, das heutige Wahrzeichen der Stadt. Seit dem Jahre 1484 dient er als Glockenturm der im spätgotischen Stil errichteten Pfarrkirche St. Johannis. Bei guter Sicht, kann man von der Aussichtsplattform aus sogar den rund 50 Kilometer entfernten Berliner Fernsehturm erspähen.

Eine weitere architektonische Sehenswürdigkeit ist das Rathaus. Es wurde am 15. Oktober 1844, dem Geburtstag des Königs Friedrich Wilhelm IV., im Rahmen eines großen Festakts eingeweiht. Volle Stadtrechte erhielt Luckenwalde jedoch erst viel später, im Jahre 1808, durch die Städtereform des Freiherrn vom und zum Stein. Bis zu diesem Datum war die Stadt als abhängiges Landstädtchen von Kloster Zinna abgabe- und dienstpflichtig. Genaueres erfährt man im an das Rathaus angrenzenden Heimatmuseum, welches auch davon erzählt, dass Luckenwalde 1690 zu Brandenburg kam und im 18. und 19. Jahrhundert ein Zentrum der Tuch- und Hutindustrie war. Auch wird dort über den märkischen Revolutionär und gebürtigen Luckenwalder Rudi Dutschke berichtet. Er besuchte hier das Gymnasium, doch ein Studium war ihm in der DDR verwehrt geblieben.
Dutschke ging daraufhin 1960 in das damalige West-Berlin, wo er in der 68er-Bewegung zum Wortführer rebellierender Studenten aufstieg.

An Rathaus und Marktplatz schließt sich unmittelbar die Breite Straße an, die von den Einheimischen auch einfach Boulevard genannt wird. In der Mitte dieser Straße steht der Kariedelbrunnen. Die den Brunnen zierenden Kariedelfiguren stellen zwei Kinder dar, die kariedeln gehen, d. h. Nahrungsmittel sammeln und diese auf Stöcke aufstecken. Die Stadt an der Nuthe ist jedoch nicht nur aufgrund ihrer alten, sondern durchaus auch hinsichtlich ihrer modernen Architektur interessant. Insbesondere aus den 20er und 30er Jahren hat sie mitunter beispielhafte progressive Bauwerke vorzuweisen, die sich an den Bauhausstil anlehnen. Es sind dies unter anderem das Stadtbad und das Ensemble Stadttheater-Schule. Die kubusartigen und nur von dünnen Schlitzen durchfensterten Bauten ähneln Bauklötzen. Auch namhafte Architekten wie Erich Mendelsohn, Erbauer der Luckenwalder Hutfabrik, einer echten architektonischen Sehenswürdigkeit, hinterließen in der Stadt ihre Spuren.

In kultureller Hinsicht ist die Kreisstadt insbesondere für ihr Stadttheater bekannt. Das Theater hat zwar kein eigenes Ensemble; stattdessen finden hier regelmäßig Gastsspiele, d.h. Shows, Operetten, Konzerte, Kabarettabende sowie Aufführungen für Kinder statt. Freunde der Bildenden Kunst sollten einmal einen Blick in die Kunsthalle Vierseithof werfen, die durch Privatinitiative aus einem restaurierten ehemaligen Maschinenhaus entstand. Im Gebäudekomplex des Vierseithofs lässt es sich übrigens auch ganz hervorragend dinieren. Der Vierseithof ist Luckenwaldes feinste Ausgehadresse.
(Text: A.K. / Das Foto wurde uns von der Stabsstelle für Pressearbeit, Verwaltungs- und Kommunalservice Stadt Luckenwalde zur Verfügung gestellt!) Stand 02.02.2011


Ein Stadtplan von Luckenwalde :


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