Prenzlau ist die Kreisstadt und der Verwaltungssitz des Landkreises Uckermark Prenzlau ist die Kreisstadt und der Verwaltungssitz des Landkreises Uckermark,
Land Brandenburg.
Die Stadt liegt ca. 100 Kilometer nördlich von Berlin, 50 Kilometer westlich entfernt von Stettin und bildet den historischen Mittelpunkt der Uckermark. Prenzlau erreicht man entweder mit der Bahn oder mit dem Pkw über die A 117A 20 oder die Bundesstraßen 109 und 198. Für die Radfahrer unter uns, kann Prenzlau auch über den Radfernweg Berlin-Usedom erreicht werden. Seit November 2001 hat die Stadt Prenzlau 7 Ortsteile, Blindow, Dauer, Dedelow, Güstow, Klinkow, Schönwerder und Seelübbe. Ebenfalls zu Prenzlau gehören unter anderem die Gemeinden Alexanderhof, Augustenfelde, Wollenthin und Dreyershof.

Das heutige Stadtgebiet war schon in der Steinzeit besiedelt. Auch Prenzlau litt lange unter den ständig wechselnden Machtverhältnissen. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts jedoch fiel Prenzlau endgültig an Brandenburg und erlebte alsbald seine Blütezeit. Die Stadt wurde der bedeutendste Ort der Uckermark. Leider machte auch der Dreißigjährige Krieg vor Prenzlau nicht Halt, was zur Folge hatte, dass die gesamte Region stark entvölkert wurde und die Wirtschaft quasi am Boden lag. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts konnte sich die Stadt zwar wieder erholen, jedoch erlebte Prenzlau durch den Siebenjährigen Krieg (Prenzlau war mittlerweile Garnisonsstadt und das Militär prägte das Stadtbild) einen erneuten Rückschlag. Auch während des Zweiten Weltkriegs, hatte die Stadt mit herben Rückschlägen fertig werden müssen, so waren damals 85 Prozent der Bausubstanz zerstört worden. Mit dem Wiederaufbau wurde in den 1950er Jahren begonnen.

Trotz aller Zerstörung gelang es der Stadt, für ihre heutigen Besucher, zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu erhalten. Da wäre zum Einen die Evangelische Kirche St. Marien, die von 1289 - 1340 im Stil der Backsteingotik errichtet wurde. Zum Anderen steht heute noch die Ruine der Heiliggeistkapelle. Sie war die Kapelle des Heiliggeisthospitals und beherbergte bis 1899 das Uckermärkische Museen. Sie brannte im Jahre 1945 fast völlig aus, sodass heute nur noch die Ruine zu besichtigen ist. Neben den zahlreichen Kirchen der Stadt gibt es noch die Rolandstatue und das Slawenboot Ukrasvan zu besichtigen.

Besonders stolz ist man in Prenzlau auf die Stadtmauer, von der heute mit 1410 Metern noch knapp die Hälfte der mittelalterlichen Wehranlage erhalten ist. Die Stadtmauer wurde durch die Stadt umfangreich saniert. Auf dem gut 3 Kilometer langen Rundweg, kann man den Seilerturm, den Hexenturm, den Pulverturm und zahlreiche Wiekhäuser besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Wanderlernpfad am Uckersee, das Glockenspiel, der Wasserturm und das Franziskanerkloster.

Für alle Naturfreunde empfiehlt sich auch ein ausgedehnter Spaziergang, in den großen Waldgebieten oder ein Ausflug zu den umliegenden uckermärkischen Seen, die an heißen Sommertagen zum Baden und Erholen einladen.

Da die Region einen Großteil Ihrer Einnahmen mit dem Tourismus erzielt, gibt es auch in Prenzlau viele Hotels, Pensionen und Restaurants, die ihre Gäste mit regionalen und überregionalen Köstlichkeiten und der gewohnten Offenheit der Uckermärker verwöhnen.

Text: N.S.

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