Schwedt an der Oder Schwedt an der Oder ist die, geht man nach der Einwohnerzahl, größte Stadt im Landkreis Uckermark, im Nordosten des Landes Brandenburg.
Mit einer Gesamtfläche von 200 Quadratkilometern zählt sie, bezogen auf die Fläche, zu den größten Kommunen der Bundesrepublik und ist somit fast genauso groß, wie Hannover oder Magdeburg. Schwedt liegt im Osten der Uckermark, in einer seenreichen Landschaft, zwischen Oder und oberer Havel, an der Grenze zu Polen. Zwischen der Oder und der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße befindet sich seit 1995 der Nationalpark Unteres Odertal, dass mit seiner einmaligen Auenlandschaft einen Reichtum an Flora und Fauna bietet, der in Mitteluropa extrem selten ist. Schwedt kann man, sowohl mit dem PkW über die B2 und B166, A 11 und A 20, als auch mit der Bahn erreichen.

In seiner Geschichte, blickt die Stadt vor allem auf die starken Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges zurück. Allein in dieser Zeit wurde die Stadt 32 Mal geplündert. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde Schwedt durch kaiserliche Söldner besetzt. Die Schweden forderten die Kapitulation, aber man wollte nicht nachgeben und so wurde die Stadt mit Brandkugeln beschossen und ging dann fast vollständig in den Flammen unter. Am Ende sollen nur noch 26 Bürger dort gelebt haben. Im Laufe der Jahre hatte auch die Stadt Schwedt immer wieder andere Herrscher, bis die Stadt an die Kurfürstin Dorothea verkauft wurde. Sie widmete sich besonders dem Wiederaufbau des Stadtschlosses und engagierte sich sehr für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Dorothea war es auch, die den Tabakanbau in die Uckermark brachte. Am Ende des 18. Jahrhunderts war der heutige Landkreis Uckermark dasgrößte zusammenhängende Tabakanbaugebiet Deutschlands. In Schwedt unterhielt man 3 Zigarrenmanufakturen, die auch gleichzeitig den wichtigsten Wirtschaftssektor der Stadt bildeten. Während des 20. Jahrhunderts wurden in Schwedt die jetzige Papierfabrik LEIPA und das Erdölverarbeitungswerk PCK Raffinerie GmbH, erbaut und sind bis heute bestimmende Wirtschaftssektoren der Stadt.

1962 wurde die Ruine des Schwedter Stadtschlosses abgerissen und an gleicher Stelle die heutigen Uckermärkischen Bühnen Schwedt errichtet. Nach der Wende brachen auch für die Schwedter schwere Zeiten an. Wie in sovielen ländlichen Gebieten gab es auch hier viele Arbeitslose. Mit dem Bau des 1994 eröffneten Shoppung Centers "Oder Center" jedoch, erlebte die Stadt einen kleinen Aufschwung, es wurden nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern Schwedt erfreute sich auch der neuen überregionalen Bekanntheit, durch die vielen neuen Besucher.
Nur 2 Jahre später wurde mit dem CineStar, das größte Kino der Uckermark eröffnet, es wurde jedoch 10 Jahre später wieder geschlossen und knapp 5 Monate später unter dem neuen Namen "FilmforUM" wiedereröffnet. 1999 wurde das Freizeit- und Erlebnisbad "AquariUM " eingeweiht. Neben diesen Anziehungspunkten verfügt die Stadt, über ein Stadtmuseum, die Galerie am Kietz, den Berlischky-Pavillon und die Tabakscheune in Vierraden.

Auch einige Persönlichkeiten unserer heutigen Zeit, sind Söhne und Töchter der Stadt, zum Beispiel der Profiboxer Danilo Häußler und die Schwimmerin Britta Steffen.

Text: N.S.

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