Der Havelland-Radweg
Der Havelland-Radweg führt von Berlin-Spandau über Paaren im Glien, Nauen und
Foto ŠKlaus Kaiser
Ribbeck durch das Havelländische Luch nach Rathenow bis an die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Von der Landesgrenze ist es nicht mehr weit bis zum Altmark-Rundkurs und zum Elberadweg. Der Havelland-Radweg ist ca. 98 Kilometer lang, asphaltiert und aufgrund seiner geringen Anstiege auch bestens für Anfänger geeignet.
Bei Start in Berlin Spandau ist die erste Station das Ländchen Glien. Es liegt ca. 15 Kilometer nordwestlich von Berlin. Am Nordrand befindet sich die Stadt Kremmen und im Osten die Ofenstadt Velten.
Von Glien geht es weiter nach Nauen. Nauen ist eine Stadt im Landkreis Havelland, westlich von Berlin. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Städte mit historischen Stadtkernen" des Landes Brandenburg. Die Stadt liegt im Nordosten der Region Havelland, ca. 18 Kilometer nordwestlich von Berlin. Das Gebiet zählt zu den flächengrößten Deutschlands. Für Geschichtsfreunde gibt es in Nauen einiges zu sehen. Da wäre zum Beispiel der Rathausplatz mit seinem Rathaus aus dem 19. Jahrhundert. Die Historische Altstadt mit Gebäuden aus dem 17. Bis 20. Jahrhundert. Die Fachwerkkirche und der Wasserturm, der seit seiner Renovierung 2006, die höchste Wohnung der Stadt berherbergt. Der bekannteste Bürger der Stadt ist, der uns allen bekannte, Schlagersänger Jürgen Drews, der hier 1945 geboren wurde.
Weiter geht's nach Ribbeck. Das 350 Seelen Dorf ist ein Ortsteil der Stadt Nauen und wurde bekannt durch Fontanes Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland". Hier lohnt sich ein Besuch der Kirche und des Schlosses. Für Interessierte steht auch der Familienfriedhof der Familie von Ribbeck offen. Ein Besuch lohnt sich auch beim ehemaligen Schweizer-Haus, dem Alten Waschhaus und dem Pfarrgarten.
Mit dem Havelländischen Luch durchquert man auf seiner Reise, durch den Havelland-Radweg, eine der gewässerreichsten Regionen Deutschlands. Es umfasst eine Fläche von fast 30.000 Hektar, von denen 5600 Hektar als Naturschutzgebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen sind.
Nächster Halt in Rathenow, der Wiege der industriellen Optik in Deutschland. Rathenow liegt an der Havel, ca. 70 Kilometer von Berlin entfernt. Hier gibt es einiges zu sehen. Zum Beispiel die St.-Marien-Andreas-Kirche. Bekanntheit erlangte Rathenow auch durch die Landesgartenschau im Jahr 2006. Auf deren ehemaligen Gelände im April 2007 der Optikpark Rathenow seine Pforten für die Besucher öffnete. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind das größte barocke Sandsteindenkmal Norddeutschlands, das den Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm zeigt und der 1914 zu Ehren Otto von Bismarcks eingeweihte Bismarckturm auf dem Weinberg.
Wer also noch nicht genau weiß, was er in den Sommerferien anstellen soll, der kann sich doch mal auf eine Entdeckungsreise durchs Havelland begeben. Der Havelland-Radweg bietet die besten Möglichkeiten dazu, egal ob Einheimische oder Touristen, hier wird jeder die schönsten Ecken des Havellandes entdecken.
Und noch ein Tipp für Fahrradfans: Mit dem Fahrrad durch den Spreewald - Unterwegs auf dem GurkenRadweg Text: N.S.