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1

Freitag, 14. August 2009, 12:25

Ost- und West-Berlin: Endlich zusammengewachsen?

Was denkt Ihr ? Ist Berlin (fast) 20 Jahre nach dem Mauerfall zusammengewachsten?
Hier gibt es einige Infos zum Thema!

2

Freitag, 14. August 2009, 19:33

Ich finde in einigen Bereichen sind beide Teile gut zusammengewachsen. Es gibt aber immer noch Bereiche wie Miete, Lohn/Gehalt, wo noch immer Unterschiede gemacht werden.
zicke240866

Moderatorin

Motto: geht nicht gibts nicht :P

Phos4flaire

unregistriert

3

Samstag, 15. August 2009, 10:48

leider ist berlin nur zum teil zusammengewachsen. die jüngeren nämlich..die älteren generationen machen ja immer noch ost oder west-sprüche.

meine schwiegereltern z.b. ärgern sich immer noch darüber, dass ihr sohn eine aus dem westen geheiratet hat.

meine mutter fragte mich damals allen ernstes, warum ich nen ossi anschleppe....

aber vielleicht ist das auch normal...alte ansichten sind meist festgefahren.

berlinerjung

unregistriert

4

Dienstag, 17. August 2010, 15:39

Ich habe zum Teil auch bei den jüngeren Generationen noch das Gefühl (obwohl sie ncihts mehr mit der Sache zu tun haben), dass eine gewisse Rivalität besteht. Meine Tochter zum Beispiel weigert sich allen Ernstes nach West Berlin zu ziehen, sie sagt, der Westen sei nichts für sie, da sind die Leute komisch. Ich musste ein wenig schmunzeln, da sie selber ihre Kindheit in Zehelendorf verbracht hat und wir seit ein paar Jahren erst im Osten wohnen. Ausserdem ist ihre Uni in Charlottenburg, wo ihr ein Zimmer in einem angrenzenden Viertel doch sehr zu Gute kommen würde. Aber nein, "Der Westen ist scheiße" sie scheint wohl nicht die einzige in ihrem Freundeskreis zu sein, die so denkt.Hat halt nichts mehr mit Idealen zu tun...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »berlinerjung« (3. September 2010, 10:54)


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5

Dienstag, 24. August 2010, 19:42

@ berlinerjung
Ich denke es wird immer Leute geben die sich im "Osten" wohler fühlen als im "Westen" und umgekehrt. Finde ich auch nicht schlimm!

berlinerjung

unregistriert

6

Mittwoch, 25. August 2010, 14:53

Nein, ich auch nciht, ich sehe es eher mit Humor.
Ich bin ja selber nicht ganz unbetroffen, inzwischen lebe ich unglaublich gerne im Osten und möchte hier auch eigentlich sobald nicht weg ;-)

7

Dienstag, 7. September 2010, 15:30

Meine Schwester und ihr Freund wollen zusammenziehen, aber wenn sie sich noch lange über OST oder WEST als neue Heimat zanken, wird das nie was :rolleyes: :P :D Also ich muss schon sagen, dass die Vorurteile noch bestehen und es mit Sicherheit noch ne Zeit dauert, bis das ganz verschwindet.

8

Sonntag, 19. Juni 2011, 13:07

Ost und West in Berlin !

Vorurteile ?

Ich habe nach 28 Jahren des Lebens im Osten Berlins den Schritt den Westteil der Stadt gemacht. Es war ein deutlicher Schritt, der m.E. den Begriff "Vorurteil" relativiert. Ich meine, es sind weniger Vorurteile zwischen Personen, um die es hier geht. Die Menschen selbst sind manchmal deutlich weiter als manch medial hochgehaltene Schranke.
Alljährlich, Anfang Oktober, einen Tag der deutschen Einheit zu feiern ist eine Sache; die Stadt ist heute sicher Eins.
Wir haben die gleiche Währung, finden einheitliche Strukturen in der Verwaltung und Kontrollen beim Überschreiten der ehemaligen Grenze gibt es nicht mehr. Man sollte meinen, daß eine Basis gegeben ist, die ein Zusammenwachsen ermöglicht.
... und dennoch bestehen eben diese Vorurteile, die sich weiter halten und m.E. nicht selten gefüttert werden.
Den Grad eines Zusammenwachsens kann man an einem Zusammenleben messen, an gegenseitiger Akzeptanz, an Interesse am anderen.
Dies jedoch bedeutet auch, daß man unterschiedliche Lebensgeschichten ergründet, anstatt nur zu urteilen !
Letztendlich nur in einem Verstehen wollen wird es möglich sein wirklich zusammen zu wachsen.

Die jüngere Generation hat es dabei nur wenig leichter, als diejenigen, die Ost und West noch selbst kennenlernten. Sie wachsen hinein in eine Geschichte, die sie nicht selten einseitig erklärt bekommen - die Erklärung läßt dabei kaum eine Möglichkeit sich selbst eine Meinung zu bilden, da die Antwort mit vorgegeben wird.
Ursachen und Zusammenhänge bleiben dabei häufig im Dunkeln.
Die ältere Generation (insbesondere im Osten) hingegen sieht sich recht häufig einer Mißachtung der eigenen Lebensgeschichte gegenüber. Fragen einer unterschiedlichen Sozialisation im Ergebnis des 2.WK werden ausgeblendet; der aktuelle Stand der Entwicklungen wird zum Ergebnis einer logischen Entwicklung erkoren. Das Gute hat über das Böse gesiegt !

Ein wirkliches Zusammenwachsen werden wir wohl erst im Rahmen der Lösung heutiger Probleme auf gesamtgesellschaftlichem Gebiet erleben.

MfG.
Eine Lösung habe ich nicht, aber ich bewundere das Problem !

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