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Hoozilla
Anmeldedatum: 10.07.2006 Beiträge: 43 Wohnort: Berlin-Reinickendorf
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Verfasst am: 11.02.2007, 00:55 Titel: Spreewälder Gurkensuppe |
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Diese Gurkensuppe ist eine kalte Suppe, die zur Zubereitung keinen Herd benötigt. Ein Kühlschrank ist jedoch recht hilfreich.
Für das Grundrezept benötigen wir:
1 große Salatgurke (oder ein entsprechendes Äquivalent an echten Spreewälder Freilandgurken, also 3 bis 4 Stück)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
einen halben Teelöffel Salz
eine Prise Zucker
Die Gurke wird mit einem Sparschäler geschält und dann grob geraspelt oder mit dem Gurkenhobel in feine Scheibchen geschnippelt. Wer es etwas bissfester mag, schneidet die Gurke mit einem scharfen Messer in kleine Würfel (ca. 0,5 cm Kantenlänge).
Die Zwiebel wird gepellt und fein gehackt. Praktisch veranlagte Hausfrauen und -männer zerkleinern die Zwiebel gleich mit dem Gurkenhobel. Aber Vorsicht! Geraspelte oder gehobelte Zwiebeln neigen dazu, etwas bitter zu werden. Es kann sein, dass einer der geladenen Gäste das nicht mag.
Die Knoblauchzehe wird nur von der Papierhaut befreit.
Die Gurken- und Zwiebelschnipsel und die ganze Knoblauchzehe geben wir in eine Schüssel. Dann streuen wir den halben Teelöffel Salz und die Prise Zucker darüber und vermengen alles mit einem Löffel. Dann lassen wir alles für ca. zwei Stunden unbeobachtet in der Ecke stehen. Das Salz entzieht nämlich der Gurke einen Großteil des Wassers. Nach den zwei Stunden gießen wir das angesammelte Gurkenwasser ab. Das brauchen wir auch nicht weiter, es kann also unbesehen in das Spülbecken. Weg damit! Danach werden die trockengelegten Gurken wieder in die Schüssel gegeben. Die Knoblauchzehe wird herausgefischt und in den Müll getan.
Tipp: Großmutter nahm dazu ein großes Sieb und legte ein frisch gewaschenes Geschirrtuch hinein. Dann wurden die Gurken- und Zwiebelschnipsel hineingeschüttet. Nachdem der Großteil des Gurkenwassers abgelaufen war, wurden die Enden des Geschirrhandtuches zusammengeknotet und das restliche Wasser aus den Gurken herausgepresst.
Jetzt haben wir den Grundstock der Gurkensuppe.
Jetzt gibt es zwei Varianten der weiteren Zubereitung. Variante 1 ist eine leichte Suppe, die gut als Vorsuppe geeignet ist. Variante 2 hingegen eignet sich gerade an Sommertagen als vollwertige Mahlzeit.
Für Variante 1 benötigen wir:
250 ml Schlagsahne
750 ml Fleischbrühe
1 Esslöffel gehackte Petersilie
1 Esslöffel gehackten Bärlauch (außerhalb der Bärlauchsaison tut es auch Schnittlauch)
gemahlenen schwarzen oder weißen Pfeffer nach Geschmack
Alle Zutaten werden zu den Gurken- und Zwiebelschnipseln in die Schüssel gegeben. Nach kräftigem Umrühren ist die Suppe fertig. Wer mag, gibt noch ein paar Tropfen Leinöl dazu. Das ergibt 4 Portionen Gurkensuppe, die hervorragend als erster Gang eines Spreewald-Menüs geeignet ist. Doch dazu später mehr.
Für Variante 2 benötigen wir:
500 g Speisequark (ob nun Sahne- oder Magerquark, hängt vom Taillenumfang ab)
500 ml Milch
200 g gegarte, in feine Streifen geschnittene Putenbrust (Hähnchenbrust tut es auch)
1 Esslöffel gehackte Petersilie
1/2 Esslöffel gehackten Dill
1 Esslöffel Leinöl
gemahlenen schwarzen oder weißen Pfeffer nach Geschmack
Alle Zutaten bis auf die Putenbrust werden zu den Gurken- und Zwiebelschnipseln in die Schüssel gegeben. Nach kräftigem Umrühren ist die Suppe fertig. Die Suppe wird großzügig auf Suppenteller oder -schüsseln verteilt. Danach geben wir in die Mitte des Tellers ein Häufchen Putenbrust und garnieren mit einem Dill-Zweig oder Petersilien-Stängel. Zusammen mit einer ordentlichen Scheibe Schwarz- oder Graubrot ist das eine gute Sommermahlzeit.
Tipp: An wirklich heißen Sommertagen gehört die Suppe vor dem Servieren mindestens eine Stunde in den Kühlschrank.
Und wie das Spreewald-Menü zubereitet wird, erkläre ich im nächsten Beitrag.  |
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Hoozilla
Anmeldedatum: 10.07.2006 Beiträge: 43 Wohnort: Berlin-Reinickendorf
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Verfasst am: 19.02.2007, 23:03 Titel: Alternative zu rohen Zwiebeln |
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...und noch 'n Tipp: Eine Bekannte hat sich das Rezept angeschaut und fand es ganz gut, bloß die rohen Zwiebeln mag sie nicht. Da kann ich nur sagen: Variationen sind das Salz in der (Gurken-)Suppe. Lassen wir die Zwiebeln einfach weg und schneiden stattdessen ein paar Radieschen in dünne Scheiben und geben sie zur Suppe. Etwas geriebener Meerrettich wäre auch eine Alternative.
Pescetarier, also Leute die sich überwiegend vegetarisch ernähren, aber Fisch und Meeresfrüchte essen, lassen die Putenbrust weg und servieren die Suppe mit ein paar in Butter gebratenen Flusskrebsen oder mit in feine Streifen geschnittener, geräucherter Forelle. |
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tkni Site Admin
Anmeldedatum: 01.07.2006 Beiträge: 115 Wohnort: Berlin Lichtenberg
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Verfasst am: 20.02.2007, 11:47 Titel: |
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Danke Hoozilla für das tolle Rezept!
Und auch hier der Hinweis:
Mehr Rezepte aus Berlin und Brandenburg finden Sie in unserem kleinem Kochbuch!
Tkni |
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Vicky
Anmeldedatum: 08.08.2007 Beiträge: 38
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Verfasst am: 08.08.2007, 22:53 Titel: |
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hallo,
das hört sich echt lecker an.
statt Zwiebeln kann man ja auch Lauchzwiebeln nehmen oder diese roten/blauen Zwiebeln, die sind nicht so scharf. ich mag die normalen weißen Zwiebeln persönlich nämlich gar nicht, weder im Salat noch in der Suppe noch sonst wo.
Wieso muss man die Gurken eigentlich entwässern? ich meine, so eine Gurke besteht doch sowieso zu 90 Prozent oder so aus Wasser. da bleibt doch nicht mehr viel übrig. für die Suppe macht ma das wohl, weil Fleischbrühe bzw. Sahnequark besser schmecken?
ih frag mich jedes Mal, wenn ich Leute sagen höre, dass sie ihre Gurken für den Salat vorher entwässern, wozu das gut sein soll.
naja, vielleicht bin ich auch kein Gourmet.
ich esse meine Gurken eigentlich am liebsten pur als Snack zwischendurch oder im Salat.
aber vielleicht probier ich die Gurkensuppe doch mal aus. kulinarische Experimente erweitern den Horizont oder so
Grüße
Vicky |
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