Der Müggelsee

Sonnenaufgang am Müggelsee
Blick über den Müggelsee. Foto: © michaelstephan

Der Müggelsee in Berlin

Der Müggelsee ist ein beliebtes Ausflugsziel. Erfahren Sie hier mehr über den größten See in Berlin:

Ausflug an den Müggelsee

Um den Müggelsee im Berliner Stadtteil Treptow-Köpenick und seine Umgebung ranken sich viele Sagen und Legenden, beispielsweise die, wie Köpenick einst zu seinem Namen kam.
Ein Fischer hatte einen großen Krebs im Müggelsee gefangen und brachte ihn zum nächsten Markt. Zum Verkauf sollte es hier jedoch nicht kommen, weil der Krebs ausrief "Kööp nich! Kööp nich!". Ein Fischer wirft auch heute noch im Müggelsee seine Netze aus und verkauft frischen und geräucherten Fisch in Rahnsdorf in der Nähe vom Anlegesteg 23. Doch nicht nur Fischliebhaber kommen rund um den Müggelsee auf ihre Kosten. Der größte See Berlins und die umgebenden Waldgebiete bieten vielfältige Freizeitmöglichkeiten für Sportliche, Kulturbegeisterte und diejenigen, die einfach nur die Seele baumeln lassen möchten.

Wandern am Müggelsee mit einmaligem Blick über das Wasser

Wanderweg am Müggelsee
Wandern am Berliner Müggelsee mit schöner Aussicht
Foto: © ebenart

Der Müggelsee liegt inmitten der Müggelberge und im größten zusammenhängenden Waldgebiet Berlins.
Viele Wanderwege durchziehen das Gebiet an der Südseite des Sees und laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Mit einer Erhebung von circa 115 Metern über dem Meeresspiegel ist der Große Müggelberg der höchste natürliche Punkt der Stadt. Auf dem daneben liegenden Kleinen Müggelberg fordert der Müggelturm zum Aufstieg auf. Der im Jahr 1961 gebaute Turm, der einen durch einen Brand zerstörten Holzturm ersetzte, wird am besten über den Teufelssee oder einen Parkplatz am Müggelheimer Damm erreicht. Wer die 126 Stufen des 30 Meter hohen Turms erklommen hat, wird bei klarer Sicht mit einem Panoramablick über den Müggelsee und den Langen See bis zum Alexanderplatz und dem Museumspark Rüdersdorf belohnt. Seit dem Jahr 2014 sind eine Sanierung des Turms und die Eröffnung gastronomischer Einrichtungen in Planung. Veranstaltungen mit Live-Musik finden schon heute zu verschiedenen Anlässen auf dem Gelände statt und in einem Imbiss am Fuße des Turms werden täglich ab 10 Uhr Getränke, Snacks und Eis angeboten.

Historisches & Kulinarisches am Nordufer des Sees

In einer deutschen Komödie aus dem Jahr 2013 wurde der Müggelsee von einem Hai heimgesucht, der erst durch das Einleiten von Bier aus der ehemaligen Brauerei in Friedrichshagen aus dem Gewässer vertrieben werden konnte. Keine Sorge - dass sich ein Hai in den See verirrt, ist eher ungewiss und auch Unmengen von Bier im Wasser sind nicht zu befürchten. An die einstige Brauerei am Nordufer des Sees erinnern heute nur noch das Brauereimuseum im historischen Sudhaus und das Restaurant Bräustübel am Müggelseedamm. Seit dem Jahr 2014 befindet sich in Friedrichshagen auch das Museum im Alten Wasserwerk, in dem aus der Geschichte der Wasserversorgung Berlins berichtet wird. Besucher können hier unter anderem alte Dampfmaschinen bewundern, von denen eine mehrmals täglich zu festen Zeiten in Betrieb genommen wird. Nach dem Museumsbesuch geht es zur Stärkung auf das Restaurantschiff an den Anlegern der Schifffahrtsgesellschaften, von dem Gäste einen großartigen Blick auf den Müggelsee haben.

Boofahren auf dem Müggelsee -
Natur und Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus erkunden

Eine Schifffahrt zum Müggelsee kann man bereits in der City starten. Je nach gewählter Tour benötigen die Schiffe drei bis fünf Stunden von der Anlegestelle an der O2-World bis zum Müggelsee und wieder zurück. Vorbei geht es unter anderem an der Halbinsel Stralau, dem Kraftwerk Klingenberg und dem Schloss Köpenick. Andere Touren starten zum Beispiel am Hafen Treptow, in der Köpenicker Altstadt oder in Friedrichshagen.
Wer den Müggelsee auf dem Wasser lieber selbst erkundet, mietet indessen ein Tret- oder Ruderboot, ein Floß, ein Solar- oder ein Segelboot. Vermietungen sind zum Beispiel am Yachthafen Wendenschloss, nahe der Gaststätte Rübezahl am Müggelheimer Damm, neben dem Seebad Friedrichshagen oder am Solarbootpavillon am Köpenicker Schloss zu finden. Damit sich Wasserwanderer auf der erlebnisreichen Seenkette rund um den Müggelsee nicht verirren, hat der Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick eine Wasser-Erlebniskarte herausgegeben, die auf dessen Website gegen eine geringe Schutzgebühr bestellt werden kann. (http://www.tkt-berlin.de/prospektbestellung.html)

Baden im Müggelsee - Erfrischung an heißen Sommertagen garantiert

Pack die Badehose ein, heißt es nicht nur, wenn man sich auf den Weg zum Wannsee macht. Auch am Müggelsee laden mehrere offene Badestellen und zwei Strandbäder zum Sprung ins kühle Nass ein. Einen breiten Sandstrand mit flachem Einstieg ins Wasser hat das Seebad Friedrichshagen am Müggelseedamm. Vor allem Familien mit Kindern wird es hier nicht langweilig, denn zwei Sprungtürme, der Floßverleih und das Volleyballfeld bieten Abwechslung bei Spiel und Spaß. Auch das ehemalige Strandbad Rahnsdorf ( Strandbad Müggelsee )verfügt über einen Natursandstrand und einen Flachwasserbereich, sodass kleinere Kinder hier ungefährdet planschen können.
Das bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete Strandbad wird seit dem Jahr 2009 durch einen Bürgerverein betreut. Verschiedene Umbauten haben seitdem das Gelände zu einer vielfältigen Spiel-, Sport- und Erholungsfläche gemacht, die kostenlos allen Besuchern zur Verfügung steht. Im Westen des Strandareals kommen sogar Anhänger der Freikörperkultur auf ihre Kosten - hier darf ohne Kleidung gesonnt und gebadet werden.

Daten und Fakten über den Berliner Müggelsee:

  • Der Müggelsee ist der größte See in Berlin.
  • Wasserfläche: 7,4 km²
  • Länge: 4,3 km
  • Breite: max. 2,6 km
  • Maximale Tiefe: 7,7 m
  • Mittlere Tiefe: 4,9 m
  • Volumen: 36.560.000 m³
  • Zuflüsse: Müggelspree und Fredersdorfer Mühlenfließ
  • Abfluss: Müggelspree
    ( Quelle: Wikipedia.de )

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Stand: 29.11.2016