Der Mauerpark in Berlin
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sich geheimnisvoll herniedersenkt. Goethes Bezeichnung des Hexensabbats spricht die spukhafte Turbulenz des alljährlichen Begebnisses an, bei dem sich "junge Hexchen nackt und bloß" und andere illustre Gestalten tummeln. Bekanntlich soll Faust, der Workaholic, mal auf andere Gedanken kommen und endlich das naive Gretchen vergessen. Nicht ahnen konnte Goethe, dass der Begriff Schauderfest ganz zugespitzt auch auf die letztjährigen "Feiern" des Maienanbruches im Berliner Mauerpark passt. Denn nicht der Schein des aufgehenden roten Mondes, sondern blau gleißende Rundumleuchten illuminierten jedes Mal die Szene, nicht böse Geister wurden frohgestimmt vertrieben, sondern Randalierer fixiert und festgesetzt, wenn gutes Zureden ohne Wirkung blieb, und welche Vorstellungen es vom Maientanz auch gab, am Schluss war ein Kulttanz der Gewalt daraus geworden, bei dem gläserne Wurfgeschosse aufblitzten wie die Irrlichter auf dem Blocksberg - schauderhaft in jeder Weise.