Berliner Dom: Vom schlichten Backsteinbau zur prunkvollen Hohenzollerngruft Stolz thront der Berliner Dom auf der Spreeinsel. In früheren Jahrhunderten deutlich bescheidener in
Der Berliner Dom
Architektur und Größe hat sich der Sakralbau um die Jahrhundertwende zum größten protestantischen Kirchenbau Deutschlands gemausert und gehört heute zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Der Architekt Julius Raschdorff, ein Professor der Technischen Hochschule Charlottenburg, entwarf den Dom in seinem heutigen Erscheinungsbild und lehnte sich dabei an den Stil der italienischen Hochrennaissance und des Barock an. Zuvor war der Ruf nach einem repräsenativen Gotteshaus immer lauter geworden. Ein Gebäude, das sich mit den wichtigsten Kirchen der christlichen Welt messen lassen konnte, sollte her. Um den Repräsenationsansprüchen der Monarchie gerecht zu werden, riss man also den alten Schinkel-Dom unter Kaiser Wilhelm II. ab und ersetzte ihn durch eine zweitürmige Basilika mit dreischiffigem Langhaus.

Die Geschichte des monumentalen Sakralbaus reicht jedoch weit über Schinkel hinaus bis ins Mittelalter zurück. Ur-Vorgängerbau war eine gotische Backsteinkirche für den Dominikanerorden, welcher Mitte des 16.Jahrhunderts nach
Brandenburg an der Havel umsiedeln musste, um Platz für eine reich ausstaffierte Hofkirche, die vor allem als fürstliche Begräbnisstätte dienen sollte, zu schaffen. So kam es, dass die Kirche seit 1536 die Grablege der Hohenzollern ist, jenem schwäbischen Fürstengeschlecht, dessen Vertreter später Herzöge von Preußen, dann preußische Könige und schließlich deutsche Kaiser waren. Die vielen Prunksarkophage sind auch heute noch für die meisten Besucher Höhepunkt ihrer Dombesichtigung. In der Hohenzollerngruft mit knapp hundert Grabmälern haben neben dem "Großen Kurfürst" Friedrich Wilhelm auch Kurfürstin Dorothea, König Friedrich I. und Königin Sophie Charlotte ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Doch der alte Backsteinbau hielt sich "nur" rund 200 Jahre.
Als sie baufällig geworden war, machte sich Friedrich der Große daran, einen barocken Neubau auf dem Gelände des Lustgartens zu errichten und den alten - vom Papst mittlerweile zu Dom erhobenen - Bau abzureißen; natürlich nicht, ohne zuvor die fürstlichen Särge in den neuen Dom zu überführen. Auch diese Version des Berliner Doms sollte die Zeiten nicht überdauern. Da der Architekt Johann Boumann d.Ä. damals eine recht schlichte Konzeption des Barock hatte, baute Anfang des 19.Jahrhunderts Karl Friedrich Schinkel den Dom im Stil des Klassizismus um. Knapp 100 Jahre später verhalf dann Raschdorff, wie oben bereits erwähnt wurde, dem Dom zu seinem heutigen Antlitz. Ganz so prächtig wie damals ist er nun zwar nicht mehr, denn der Krieg richtete verheerende Schäden an.
So erfolgte der Wiederaufbau, der sich bis 1993 hinzog, zwar gemäß dem historischen Vorbild, doch nur in erheblich schlichterem Stil. Beispielsweise bei den ehedem prächtigen Kuppellaternen und auch der mit reichem Mosaik verzierten Kuppel selbst musste gespart werden. Darüber hinaus existiert auch heute die Denkmalkirche nicht mehr, die sich als große Apsis an der Nordseite des Doms anschloss. Zwar hatte dieser Gebäudeteil den Krieg unversehrt überlebt, doch in den 70er Jahren, als man mit der Restaurierung des Doms begann, wurde er wegen angeblicher Baufälligkeit abgerissen. Die Trümmer lagern übrigens noch bis zum heutigen Tage auf einem Feld im Berliner Bezirk Köpenick.

Nichtsdestotrotz ist der Berliner Dom nach wie vor das Highlight in der evangelischen Kirchenlandschaft Deutschlands. Er ist auch der Ort, an dem auch heute noch fast alle wichtigen Staatsgottesdiente abgehalten werden, zuletzt die Trauerfeier für den ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau im Februar 2006 sowie ein ökumenischer Dankgottesdienst der Bundesregierung zum 50.Jahrestag der Römischen Verträge im März 2007. ( Text: A.K. )

Weitere Sehenswürdigkeiten in Berlin:
Der Berliner Funkturm
Das Bundeskanzleramt
Die Synagoge Rykestraße 53
Die Siegessäule in Berlin
Museum für Film und Fernsehen
Der Alexanderplatz
Berliner Fernsehturm
Mehr Museen in Berlin
Der Checkpoint Charlie
Fallada-Haus ein Ausflugstipp für Berliner



Infos zum Nachtleben in Berlin





Das kulturelle Berlin: - Theater in Berlin
- Oper
- Kinos
- Varieté
Schauen Sie mal hier rein: - Discos Berlin
- Café
- Singlepartys Berlin
- Bowlingcenter
 
Wohnen Jobs Urlaub Freizeit Sonstiges Wörterbuch Erotik Berlin Blog Rezepte aus Berlin
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Ä
Ö
Ü
Sitemap
 
Restaurants Coffee Bar Limousinenservice Internes Werbung buchen AGB's