Das Nikolaiviertel: Die Wiege Berlins Es ist einer der wenigen Orte in ganz Berlin, wo man der Großstadthektik wirklich entfliehen kann: das Nikolaiviertel rund um die älteste Kirche der Stadt,
Fahrradfahrer in Berlin © D. Beselt
Blick auf das Nikolaiviertel
Foto vergrößern
Foto © Philip Lange
die Nikolaikirche, ist mit seinen Fußgängerzonen, eleganten Boutiquen, Antiquariaten, Souvenirshops , Museen und seinem Ensemble aus historischen Bauten eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit. Hier kann man ausgiebig shoppen, bummeln und zwischendurch in einem der gemütlichen Cafés und Restaurants einen Happen kredenzen.

Großer Beliebtheit erfreute sich das Viertel auch seit jeher bei Künstlern: Lessing, Ibsen, Casanova, Schinkel, Humboldt, Zille, Goethe oder der Otto Nagel wandelten hier gerne die verwinkelten Straßenzüge, wohnten oder logierten hier. Kein Wunder, denn das Nikolaiviertel ist etwas Besonderes: es ist die Wiege Berlins. Die Gedenkplatte Berliner Stadtsiegel dokumentiert, dass hier um 1230 das Stadtrecht verliehen wurde. Während die Stadt ringsherum ständig expandierte und sich neue städtische Zentren entwickelten, veränderte sich das Nikolaiviertel hingegen kaum; hauptsächlich Handwerker wohnten und arbeiteten in den engen, winkligen Gassen. Dennoch blieb das Nikolaiviertel von großer Bedeutung. In der Kirche mit dem ältesten aufrecht stehenden Mauerwerk Berlins wurde nicht nur 1539 der Übergang der Mark Brandenburg zum protestantischen Glauben vollzogen, sondern hier traf sich auch 1809 die erste gewählte Stadtverordnetenversammlung Berlins. Nach dem 2. Weltkrieg war vom Nikolaiviertel, wie es früher einmal war, allerdings nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Jahrzehntelang spielte das Viertel in der Berliner Stadtplanung keine Rolle. Erst ab 1981 wurde damit begonnen, die wichtigsten Gebäude wieder halbwegs originalgetreu zu rekonstruieren. Die wenigen vorhandenen Gebäude wurden restauriert und ansonsten eine ganze Reihe von Neubauten, teils mit historisierenden Fassaden, teils in angepasster industrieller aber ornamental oder mit schmiedeisernem Zierrat verzierter Plattenbauweise errichtet. Das Ergebnis ist nicht ganz unumstritten. Manche Kritiker sagen, es sei eine Art sozialistisches Disneyland entstanden, das ein wenig synthetisch wirkt.

Auch wenn man im Nikolaiviertel nicht unbedingt das authentische Alt-Berlin bewundern kann, so gibt es dennoch einige Sehenswürdigkeiten, die man sich anschauen sollte. Zu den wichtigsten restaurierten Gebäuden zählt neben der Kirche beispielsweise das Ephraim-Palais, ein architektonisches Juwel aus dem Rokoko, in dem heute Wechselausstellungen aus den reichen Beständen des Stadtmuseums präsentiert werden. Das Bürgerpalais gehörte Veitel Heine Ephraim, dem Bankier Friedrichs II. Die Säulen und die Balkongitter für den Bau waren Beute aus dem Siebenjährigen Krieg und sind ein Geschenk des Königs für Ephraims treue Dienste. Ein schönes Beispiel für einen Prachtbau aus der Renaissancezeit ist hingegen das aus rotem Sandstein gebaute und reich mit Stuck verzierte Kurfürstenhaus direkt am Spreeufer. Einen Blick sollte man auch auf das frühklassizistische Rankendekor des Knoblauchhauses werfen, welches 1765 von einem reichen Seidenfabrikanten erbaut worden ist. Heute befinden sich in dem Gebäude die "Historischen Weinstuben" und in den Obergeschossen eine ständige Ausstellung zur Berliner Geschichte im 19.Jahrhundert, speziell auch zur Geschichte der Familie Knoblauch, die das Haus bis 1928 besaß.

Alles in allem bleibt das Nikolaiviertel nach wie vor eine der schönsten Ecken der Hauptstadt und wird von dem meisten Touristen und auch von vielen Berlinern sehr gerne angenommen. Vor allem die vielen Restaurants und Kneipen sind stark frequentiert. Empfehlenswerte Gastroadressen sind -
um nur einige wenige zu nennen - das Restaurant "Le Provencal" mit klassischer französischer Küche, das "Reinhards" im Stil der 20er Jahre aber auch die gemütliche "Zillestube" und die rustikale Gaststätte "Nussbaum". Deftig und relativ preiswert kann man im "Georgsbräu", bei "Mutter Hoppe" oder im "Paddenwirt" essen.
[ Informations about the Nikolai District in Berlin in english ]
A.K.

Ein Besuch im Puppentheatermuseum oder im
Museum für Film und Fernsehen in Berlin
Das Berliner Rote Rathaus: Von Milchmädchen- und anderen Rechnungen
Mehr Museen in Berlin
Das Schloss Schönhausen: Morgengabe eines Ehrenmannes
Das Zeughaus Unter den Linden - Berlins imposantester Barockbau
Dalí-Museum am Potsdamer Platz
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Das Theater Mirakulum in Berlin
Infos zum Nachtleben in Berlin
Das kulturelle Berlin: - Theater in Berlin
- Oper
- Kinos
- Varieté
Schauen Sie mal hier rein: - Discos Berlin
- Café
- Singlepartys Berlin
- Bowlingcenter
 
Wohnen Jobs Urlaub Freizeit Sonstiges Wörterbuch Erotik Berlin Blog Rezepte aus Berlin
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Ä
Ö
Ü
Sitemap
 
Restaurants Coffee Bar Limousinenservice Internes Werbung buchen AGB's