Berlin, grünste Stadt Europas Sommer in Berlin. Es ist warm, die Sonne scheint, die Touristen kommen in die Stadt
Berlin ist grün
Auch vor dem Berliner Reichstag ist es grün!
Foto © Nafiz Oktay
und kaum einer von ihnen fährt gern wieder zurück in die Heimat. Was hat Berlin, was andere Städte nicht haben?
Die breiten Prachtstraßen und großen Plätze, die Flüsse Spree und Havel mit ihren vielen Brücken (es sollen mehr sein als in Venedig), die bunte architektonische Mischung der Bauwerke? All das ist Richtig, und doch gibt es noch einen anderen wesentlichen Unterschied zu anderen Metropolen: das viele Grün. Mit 416 000 Bäume und viele Parks und öffentliche Gärten ist Berlin die grünste Stadt Europas.

In keiner anderen europäischen Metropole gibt es mehr innerstädtische Wälder, Parks, Sträucher und Rasenflächen wie hier auf einer Gesamtfläche rund 890 Quadratkilometern. Dies entspricht der neunfachen Größe von Paris. Es verwundert deswegen nicht weiter wenn man einen Pariser sagen hört, er hätte das Gefühl endlich einmal durchatmen zu können. Für die gute "Berliner Luft" sorgen vor allem innerstädtische Parks wie der Tiergarten, der Botanische Garten und der Zoologische Garten. Letzterer ist der artenreichste und flächenmäßig größte seiner Art in Europa.

Weltbekannt ist auch der Berliner Tiergarten. Mitten im Herzen der Stadt bedeckt er 210 Hektar Fläche und ist damit die bedeutendste Parkanlage Berlins. Vor 500 Jahren wurde er angelegt und erstreckt sich heute vom Bahnhof Zoo bis zum Brandenburger Tor. Damit liegt er in unmittelbarer Nachbarschaft zum Parlaments- und Regierungsviertel. Einige große Straßen durchschneiden den Tiergarten, darunter z.B. die Ost-West-Achse Straße des 17. Junis. Bei der Gestaltung des Großen Tiergartens legte man Wert auf eine naturnahe Parklandschaft. Bezeichnend sind die weiten Rasenflächen, zum Teil von kleinen Wasserläufen durchzogen, sowie die Seen mit kleinen Inseln, zahlreichen Brücken und Alleen.

Aber Berlin hat noch wesentlich mehr Parkanlagen als nur den Tiergarten. Dazu gehören z.B. der Treptower Park im Südosten Berlins, die Schlossgärten in Charlottenburg, Glienicke und auf der Pfaueninsel (die letzten beiden gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe), die historischen Parkanlagen wie der Lustgarten oder der Viktoriapark, aber auch die vielen Volksparks. Und das ist noch nicht alles. Etwa 18 Prozent (ca. 29.000 Hektar) der Stadtfläche sind bewaldet, am bekanntesten ist hierbei sicherlich der Grunewald.
Es ist also kein Wunder, dass sich Touristen und Einwohner in Berlin so wohl fühlen. Wenn man weiß, dass die Farbe Grün beruhigend und harmonisierend wirkt, versteht man die Anziehung der Stadt auf die Menschen noch besser.
Bleibt zu hoffen, dass das auch weiterhin so bleibt und die vielen Grünflächen nicht Opfer von Bauwut und Geldgier werden. ( Text S.Haase )

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