KulturBrauerei Berlin

Kulturbrauerei in Berlin
Der Eingang zur Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg Foto: © In-Berlin-Brandenburg.com

Die Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg:

40.000 Quadratmeter umfasst das Gelände der KulturBrauerei, davon werden bislang 8.000 Quadratmeter für die unterschiedlichsten kulturellen Angebote im Prenzlauer Berg genutzt. Die ehemalige Schultheiß-Brauerei ist heute einer der ganz besonderen Anziehungspunkte in der Berliner Freizeitlandschaft. Und das hat gleich mehrere gute Gründe: Betritt man das Areal der KulturBrauerei von der Sredzkistraße aus, stößt man linkerhand gleich auf das Kino in der KulturBrauerei. Auf zwei Etagen werden hier Filme gezeigt. Auch die Architektur des Kinokomplexes ist einen Blick wert. Die zweite Etage ist bequem per Lift zu erreichen; das gesamte Gebäude ist behindertengerecht gestaltet.

Bild von der KulturBrauerei in Berlin Prenzlauer Berg
Das Palais auf dem Gelände der Kulturbrauerei
Foto © York

Konzerte, Lesungen, Theater und mehr in der Kulturbrauerei

Gegenüber vom Kino befindet sich das Palais. Dieses Gebäude wird vor allem für große Veranstaltungen wie Empfänge, Lesungen und Firmenevents und auch für Hochzeiten, Bankette, und Premierenfeiern genutzt. Platz bietet das Palais bis zu 250 Gästen.

Wer nicht gerade zu einer Party ins Palais eingeladen ist und die KulturBrauerei dennoch spontan besuchen will, hat dazu mannigfache Möglichkeiten: Im Soda-Club brennt an vielen Tagen des Jahres die Luft. Alle, die Black Music lieben, kommen hier voll auf ihre Kosten. Das musikalische Repertoire ist riesig: Sie wollen Salsa tanzen? Herzlich willkommen! Ihnen steht der Sinn nach Black Disco? Immer herein! Oder doch lieber R&B vom Allerfeinsten? Worauf warten Sie noch? Im Soda Club bleibt keiner lange am Rand der Tanzfläche stehen.

Gleich um die Ecke wird Konzertgeschichte geschrieben. Im Kesselhaus finden regelmäßig Rockkonzerte statt. Seit 1990 wird hier gerockt, dass die Wände wackeln. Das Konzerterlebnis wird noch gesteigert durch den altertümlichen industriellen Charme, den die ehemalige Arbeitsstätte noch immer versprüht. Neben Rockmusik haben auch Künstler aus Osteuropa und Interpreten der Weltmusik ihren festen Platz im Repertoire des Kesselhauses.

Und auch Oper, Tanz, Theater und sogar Lesungen werden hier aufgeführt und vom Publikum begeistert angenommen. Gelesen wird auch in der Alten Kantine. Das Gipfeltreffen der Berliner Lesebühnen ist eins der Highlights an diesem Ort. Bis zu zweihundert Gäste amüsieren sich hier regelmäßig über die skurrilen Geschichten der literarischen Berliner Bohemé. Sonntag Abend ab 22:00 Uhr ist Wunschkonzert. Egal wie abartig, peinlich oder rar Ihr Musikwunsch sein sollte; die DJs versuchen, wirklich jeden Musikwunsch zu erfüllen. Und alle haben Spaß dabei. Im Maschinenhaus wird Musik gemacht und Theater gespielt. Neue, unbekannte Bands erleben hier ihre ersten Weihen und ernten nicht selten begeisterten Applaus. Und das Theater Paternoster verblüfft die Gäste jede Woche mit seiner Improvisationsshow. Noch mehr Bühnenzauber gibt es gleich nebenan: Das Russische Theater ist vor allem durch seine Eigenproduktionen bekannt geworden; doch auch internationale Künstler treten hier auf.

In der KulturBrauerei Berlin

Der wohl bekannteste Ort auf dem Areal der KulturBrauerei ist der Frannz-Club. Schon zu DDR-Zeiten war er einer der beliebtesten Clubs in Ostberlin. Daran hat sich nichts geändert. Und der Frannz macht wirklich Dampf: 365 Konzerte an 365 Tagen im Jahr - so das Versprechen der Clubmacher.
Und es gibt hier noch mehr zu entdecken. Doch das können nur Sie selber tun.
Text: UG / 27.06.2011

Die Geschichte der Kulturbrauerei

1878 wurde der 25.000 Quadratmeter große Komplex nach Plänen des Architekten Franz Heinrich Schwechten errichtet: Sechs Höfe und über zwanzig Gebäude bilden ein einmaliges Ensemble, das 1974, sieben Jahre nach Einstellung des Braubetriebes, unter Denkmalschutz gestellt wurde. Dennoch verfiel die ehemalige Schultheiss-Brauerei zusehends, bis 1998 die Sanierung begann.

Bereits 1991 war die KulturBrauerei GmbH gegründet worden und hatten sich diverse kulturelle und gemeinnützige Projekte auf dem von der Treuhandanstalt verwalteten Gelände angesiedelt. Nach einigem Hin und Her mit diversen Investoren, in dessen Verlauf zumindest das Kesselhaus saniert wurde, und diversen Kaufrücktritten angesichts der hohen Auflagen, setzte die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft schließlich ein eigenes Konzept durch, das kulturelle und kommerzielle Nutzung miteinander verbinden sollte.

Ein Kompromiss, mit dem letztendlich natürlich niemand so richtig zufrieden war, der aber zumindest den gemeinnützigen Einrichtungen zunächst günstige Mietbedingungen zusicherte und den Erhalt des wunderschönen Baudenkmals bedeutete - wenn auch nicht in seiner ursprünglichen Form.

Dass das Ensemble früher mal eine Brauerei war, zeigen heute nur noch die alten Fassadenbeschriftungen und Namen einzelner Gebäude. Doch die Kultur ist zum Glück nicht ganz ausgezogen. Neben bayerischer Bierbar und Fitnessstudio finden sich immer noch Theatergruppen und Verlage, die Literaturwerkstatt oder das Haus der Geschichte mit seiner Sammlung zur DDR-Alltagskultur. Und immer wieder locken das Kesselhaus, der Innenhof oder der ganze Komplex mit mal mehr mal weniger kommerziellen Veranstaltungen wie Konzerten, Lesungen, Märkten oder Ausstellungen. Text: JJ

Adresse:
KulturBrauerei
Schönhauser Allee 36
10435 Berlin Prenzlauer Berg

Eingänge:
Knaackstraße 97
Sredzkistraße 1
Schönhauser Allee 36
Schönhauser Allee 37

Anfahrt zur Kulturbrauerei

Sie erreichen die KulturBrauerei mit der U-Bahn: U2 Senefelderplatz,
der S-Bahn: Ringbahn S42, S47 und S8,
der Tram 12, M1, M10 (Haltestelle Eberswalder Straße)
und dem Nachtbus N52.

Auf dem Gelände sind Behindertenparkplätze und ein Parkhaus.

Weitere Locations in Berlin:

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