Oper, das heißt lange Abendkleider, klassische Musik und immer auch ein bisschen "Sehen und Gesehen werden" unter den "Who is Who" der Stadtschickeria. Manche
Für den Besuch der Berliner Opernhäuser brauchen Sie ein
Opernglas, die Opernkarten, das Programm / © lumen-digital
halten das für altbacken und argwöhnen, dass die meisten Opern sowieso nur auf Italienisch oder Französisch verfasst sind und man eh nichts versteht. Doch das muss nicht immer so sein. Viele, die das erste Mal in die Oper gehen, erkennen vielleicht, dass sie ihre Klischeevorstellung über Bord werfen müssen. Gerade in Berlin trifft in den Opernhäusern sehr oft Klassik auf die Moderne. Und es muss auch nicht immer gleich ein Abendkleid oder ein Smoking sein - außer bei ganz besonders festlichen Premieren vielleicht. Mit Jeans und Blazer verstößt man jedenfalls keineswegs gegen den Dresscode.
In Berlin gibt es gleich vier feste Opernhäuser: Die Deutsche Oper in Charlottenburg, die auch mutige Innovationen zulässt; die Neuköllner Oper, die seit ihrer Gründung im sozialen Brennpunkt Musiktheater der verschiedensten Genres wie Barockopern, Kinderopern oder sogar "Soaperettes" auf die Bühne bringt; die Komische Oper in Mitte, deren Name auf die Tradition der französischen Opéra comique und ihren Anspruch eines modernen Musiktheaters verweist; und zuletzt die Staatsoper Unter den Linden, die wegen Sanierungsarbeiten bis 2013 noch ihr Interims-Domizil im Charlottenburger Schillertheater hat.
Berliner Opernhäuser :