Das Schlossparktheater in Berlin
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welch wahrhaft würdiges Theater-Wappen gäbe es ab. Man könnte sich ein Elsa-Replikat oben auf dem klassizistischen Giebeldreieck über den vier dorischen Kleinsäulen der Schlossparktheater-Tür gut vorstellen - nicht damit es draußen schon mal lustig wird - nein, als Ankündigung dessen, was hier im Haus nun Sache ist. So auf die Denkart des neuen Schauspieldirektors eingestimmt durchschritte man das Entree, um hineinzugehen in den wieder einmal neu eröffneten, 440 Plätze großen Alt-Berliner Musentempel im ehemaligen Wirtschaftstrakt des Steglitzer Gutshauses. Im September 2009 eröffnete der deutsche Komiker der Premium-Klasse das im Jahr zuvor angemietete Haus, um es auf eigene Rechnung - hoffentlich recht lange! - zu betreiben. Es soll auch Musik erklingen, ließ der Meister hart erarbeiteter Pointen wissen, der sich auf der Liste berühmter Darsteller-Namen des Hauses mit "sowie meine Wenigkeit" einordnet. Wenn Musik, dann bitte nicht zu vergessen: Darius Milhauds "Der Ochse auf dem Dach" ("Le boeuf sur le toit"). Nur wegen Elsa; dabei soll sie nicht zum Ochsen werden. Dennoch wäre Milhauds draufgängerische, durch nichts und niemand aufzuhaltende Musik eine überfällige Hommage auf die Märtyrer-Kuh, weil eben auch die Stimmung, die den "Ochsen auf dem Dach" durchströmt, jener Atmosphäre nahe kommt, die man heute im Schlossparktheater zu erfühlen glaubt: entschlossener Froh- und Eigensinn, Tränendrüse und theatralische Ernst-Anmahnung sowie gepflegte Handwerklichkeit, die hineinleuchten soll in diese Welt des Seichten, Dummen und des Mittelmaßes draußen vor der Tür.