Ambrosia in Berlin & Brandenburg : Frankfurt (Oder) - Der Pflanzengesundheitskontrolle des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung informiert:

Ambrosia artemesiifolia, das beifußblättrige Traubenkraut, ursprünglich aus Nordamerika, breitet sich in europäischen Ländern, wie Frankreich, Italien, Ungarn und Deutschland massiv aus.

Ambrosia ist auch als Speise der griechischen Götter bekannt. Im Gegensatz dazu hat die Pflanze für den Menschen unangenehme Effekte. Die Pollen können allergische Reaktionen der Augen beziehungsweise der Atemwege verursachen, aber auch Asthma auslösen. Im Gegensatz zu den genannten Ländern wurde in Deutschland bisher noch keine allergischen Reaktionen von Menschen festgestellt, die eindeutig durch Ambrosia artemesiifolia ausgelöst werden.

Als Unkraut kann Ambrosia in landwirtschaftlichen Kulturen, besonders in Mais, ernstzunehmende Schäden verursachen. Ambrosia ist aber durch geeignete Pflegemaßnahmen durchaus gut zu bekämpfen. Weiterhin tritt Ambrosia auf Brachflächen sowie an Feld- und Straßenrändern auf. Eine Verbreitung erfolgt über die natürliche Ausbreitung der Samen und durch die Verschleppung mit landwirtschaftlichem Saatgut und Vogelfutter. Daher ist Ambrosia auch in Haus- und Kleingärten anzutreffen.
Auf natürlichen Standorten kann Ambrosia durch eine Größe von bis zu 1,50 Meter und eine hohe Bestandesdichte andere heimische Pflanzen in ihren natürlichen Standorten verdrängen und somit die heimische Flora schädigen. Die Biologische Bundesanstalt und die Technische Universität Braunschweig erforschen derzeit in einem Projekt Verbreitung, Risiko und Schadwirkung, um geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung und gegebenenfalls Regelungen vorzuschlagen.

In Brandenburg breitet sich Ambrosia seit Jahren südlich von Cottbus und in der Umgebung von Calau aus. Eine Bekämpfung sollte durch die landwirtschaftlichen Betriebe mit einer unkrautfreien Bestandesführung erfolgen. Eigentümer, Verfügungsberechtigte und Anlieger von befallenem Nichtkulturland können durch rechtzeitiges Mähen, wie zum Beispiel der Straßenränder, eine Samenbildung und somit die Vermehrung verhindern. Pflanzen im Kleingarten sollten bereits kurz nach dem Auflaufen ausgerissen und kompostiert werden.


Pressemitteilung Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung, Pflanzengesundheitskontrolle vom 07.09.2006

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