Kürzere Verweildauer in Berliner Krankenhäusern
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes gab es im Jahr 2005 in 71
Berliner Krankenhäusern durchschnittlich 20 350 vollstationäre Betten, 181 Betten bzw. 0,9
Prozent weniger als 2004.
Die Zahl der stationär behandelten Patientinnen und Patienten stieg
gegenüber dem Vorjahr um 22 330 bzw. 3,1 Prozent auf 713 550 Fälle.
Der Versorgungsgrad verringerte sich gegenüber 2004 von 60,6 Betten je 10 000 Einwohner auf 60 Betten. 1991
waren es noch 116 Betten.
Die Aussagen müssen jedoch mit Einschränkungen betrachtet werden, da die Ergebnisse des
Jahres 2005 erstmalig Informationen über gesunde Neugeborene beinhalten, die beim
Jahresvergleich der einzelnen Kennziffern berücksichtigt werden müssen. Die erwähnte
Steigerung der Fallzahlen ist fast ausschließlich auf die gesunden Neugeborenen
zurückzuführen.
Wie das Statistische Landesamt weiter ermittelte, führen deutlich geringere Verweildauern im
Krankenhaus dazu, dass trotz der Tendenz steigender Zahl von Krankenhausbehandlungen die
Bettenzahl immer weiter reduziert wurde.
Die durchschnittliche Verweildauer hat seit 1991 von
19,9 Tagen um mehr als die Hälfte auf 8,4 Tage abgenommen.
Obwohl höhere Patientenzahlen bei geringeren Bettenzahlen zu verzeichnen sind, so das
Statistische Landesamt weiter, sind die Berechnungs- und Belegungstage und der
Nutzungsgrad der Betten auf den geringsten Stand seit 1991 gesunken.
Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Berlin