steckt man sich bei Kollegen, Familie oder Freunden mit einer saftigen Erkältung an. Wer vorgebeugt hat, kann aber zumindest mit einem günstigeren Verlauf der Infektion rechnen, denn ein starkes Immunsystem wird mit Bakterien und Viren schneller fertig.
Um seinen Körper bei diesem Kampf zu unterstützen, ist Ruhe das A und O. Anstatt sich mit Medikamenten vollgestopft zur Arbeit zu schleppen, sollte man sich bei einem grippalen Infekt daher lieber ein paar Tage krank schreiben lassen und das Bett hüten: letztendlich ist man so schneller wieder fit und auch gegen Rückfälle besser gefeit. Die Symptome wie Husten, Schnupfen, Halsweh, Kopf- und Gliederschmerzen kann man dabei mit wirksamen und schonenden Hausmitteln behandeln.
Allgemein ist Schwitzen gerade bei beginnenden Erkältungen und Infekten sehr gut - natürlich nur, wenn man kein hohes Fieber hat.
So wirkt ein heißes Erkältungsbad, z.B. mit Fichtennadelauszügen oder Eukalyptusöl, wohltuend, heilend und mildert auch das Reißen in den Gliedern. Danach legt man sich am besten mit einer Wärmflasche dick zugedeckt ins Bett. Auch heiße Milch mit Honig, heißer Holundersaft, heiße Zitrone oder ein heißes Bier vor dem Schlafengehen helfen, über Nacht die Erreger auszuschwitzen. Süßen sollte man am besten mit kaltgeschleudertem Honig - der wirkt antibakteriell und beruhigt wunde Schleimhäute.
Da eine erhöhte Körpertemperatur der Genesung förderlich ist, sollte man Fieber nicht künstlich senken - außer es nähert sich bedenklich der 40°-Marke. In diesem Fall helfen Wadenwickel mit Handtüchern, die in kühles Wasser getaucht wurden. Bleibt das Fiber dauerhaft hoch, muss selbstverständlich der Arzt konsultiert werden.
Ein weiterer wichtiger Helfer im Kampf gegen Bakterien ist Kochsalz.
Dieses wirkt desinfizierend und kann als Spülung, Nasenspray oder Inhalation angewendet werden. Bei Halsweh tötet Gurgeln mit Kochsalzlösung (1/2 TL Salz auf 1 Glas lauwarmes Wasser) die Keime; sitzt die Entzündung in Nase und Nebenhöhlen helfen Sprühflasche oder Inhalator. Ganz Mutige ziehen das in Wasser gelöste Salz einfach durch die Nase hoch - das kann allerdings ordentlich brennen.
Außerdem sind diverse Kräuter gegen die verschiedenen Symptome gewachsen. Generell empfiehlt es sich bei Husten und Schnupfen, viel zu trinken, weil dadurch der Schleim verdünnt wird und besser abfließen kann. Bei Husten wirken z.B. Spitzwegerich- oder Thymian-Tee, bei Halsweh Salbei (auch zum Gurgeln) und Kamille (auch zum Inhalieren bei Husten und Schnupfen); Linden- und Holunderblüten helfen gegen Fieber.
Akute Beschwerden lindern Wickel sehr gut. So kann ein Halswickel mit einem Küchenhandtuch, das in heißes Wasser getaucht wurde, die Schmerzen "herausziehen": möglichst heiß um den Hals binden, ein Baumwolltuch darum, und dann ab ins Bett. Statt des heißen Wassers kann man auch zerdrückte gekochte Kartoffeln benutzen: diese warm in ein Tuch legen und um den Hals wickeln. Bei Ohrenschmerzen helfen zerhackte Zwiebeln, die in ein Baumwolltuch gefüllt, leicht erwärmt und dann aufs Ohr gelegt werden. Gehackte Zwiebeln wirken auch gegen Husten: einfach mit Zucker bedeckt ein paar Stunden ziehen lassen. Der teelöffelweise eingenommene Saft hat eine austreibende und antibakterielle Wirkung, schmeckt aber gewöhnungsbedürftig,.
Natürlich können all diese Hausmittel nicht den Arzt ersetzen. Deshalb gilt: im Zweifelsfall lieber zum Doktor gehen. Denn eine verschleppte Infektion kann wirklich unangenehm werden.
Text: JJ
Achtung: Fragen Sie auch Ihren Arzt um Rat! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise, die eine Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen können!