Hundehaltung in Berlin
Berlin als Hauptstadt Deutschlands wird auch gern als "Hundehauptstadt" bezeichnet. Hier leben die meisten Hunde. Gemäß Statistischem Landesamt Berlins sind dies 108.299. Die Dunkelziffer liegt bei ca. 40.000.
Ein Hund ist ein guter Freund und sorgt für ein seelisches Wohlbefinden. Allem voran seine
Hundehaltung in Berlin
unschätzbaren Dienste als Blindenhund und Helfer für Behinderte. Nicht zu vergessen die hervorragend ausgebildeten Polizeihunde.
Aber viele Menschen sind sich nicht im Klaren, welche Verpflichtungen sie beim Anschaffen eines Hundes eingehen und welche Probleme sie bei der Wahl bestimmter Rassen erwarten können.
Auf Grund vieler Bissattacken wurde die Kampfhundeverordnung erlassen, in welcher 10 Rassen als gefährlich eingestuft wurden (z. B. Pitbull, Bullterier). Für diese Tiere ist nun ein Leinen- und Maulkorbzwang vorgeschrieben. Außerdem muss der Besitzer eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorweisen können.
Dazu wurde am 01.01.2005 das Hundegesetz neben der schon geltenden Hundesteuer um die Chippflicht und den Abschluss einer Hundehaftpflicht erweitert. Auch ist vorgeschrieben, dass ein ausreichender Auslauf im Freien (ohne Leine) gewährleistet sein muss. Gerade dies stellt viele Hundebesitzer vor ein großes Problem, da die Zahl der Hundeauslaufgebiete doch sehr begrenzt ist.
Ein großes Ärgernis sind auch nach wie vor die zahlreichen Hundehaufen. Einerseits ist der Anblick einer verunreinigten Straße nicht schön, andererseits extrem ärgerlich, wenn man in so einen Haufen reintritt. Hundekot ist aber auch eine Infektionsquelle, denn die Viren an den Schuhe gelangen so bis in die eigene Wohnung. Es besteht zwar die Verpflichtung für jeden Hundebesitzer, den Hundekot zu entfernen und wird bei Unterlassen mit 25,- EUR bestraft, aber da Kontrollen eher die Ausnahme sind, halten sich viele nicht daran. So entfernen die Berliner Stadtreinigungsbetriebe laut ihren eigenen Angaben täglich 40 Tonnen Hundekot. Und das Argument vieler Hundehalter, dass sie doch Hundesteuer bezahlen, greift hier nicht. Die Hundesteuer ist kein Kostenbeitrag für die Straßenreinigung! Also ist mehr Verantwortungsbewusstsein und Umsicht von unseren Hundehaltern gefordert. Dies gilt aber auch jenen, die achtlos Flaschen auf die Straßen werfen, wodurch sich schon viele Hunde sehr verletzt haben.
Mit dem Anschaffen eines Hundes geht man eine große Verpflichtung für viele Jahre ein. Im Vorfeld ist es daher ratsam zu überlegen, ob man genug Zeit für das Tier hat. Was ist, wenn es krank wird? ( Tierärzte in Berlin ) Welche Kosten kommen insgesamt auf mich zu? Was ist in der Urlaubszeit? Selbst in der besten Hundepension wird das Tier weg von seiner vertrauten Umgebung und ohne Frauchen oder Herrchen leiden.
Es ist traurig mit anzusehen, wie viele Hunde dann letztendlich im Tierheim landen und schlimmer noch, sogar ausgesetzt werden. Und völlig zu Recht wird daher das Aussetzen eines Tieres (egal ob Hund, Katze oder Kaninchen) mit bis zu 25.000,- EUR empfindlich bestraft. Text: AW