Rauchfrei - endlich weg vom Glimmstängel Für viele Menschen beginnt bereits der Morgen mit einer genüsslichen Zigarette, dazu eventuell noch eine Tasse Kaffee, und zu Essen braucht man sowieso nichts, weil der Appetit kaum bis gar nicht vorhanden ist. Vor Beginn der Arbeit wird vielleicht auch noch eine geraucht - in der wohlverdienten Pause dann ebenso - und zu Mittag steckt man sich vor und nach dem Essen auch noch gleich eine an, etc. Wer dem blauen Dunst einmal verfallen ist, der braucht ihn Tag für Tag und immer wieder. Aber warum rauchen wir so gerne? Warum ist das Loskommen von den Zigaretten so schwer?

Nichtraucher in Berlin und Brandenburg
© Thomas Lammeery
Rauchen vermittelt dem Raucher ein angenehmes Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Es mag jetzt überraschend klingen, aber das Suchtverhalten hat etwas mit dem Nuckeln als Säugling zu tun. Eine gewagte These? Durchaus nicht! Das schlimme daran ist aber, dass es absolut unbewusst geschieht. Was kann man also dagegen tun?

Es gibt die Möglichkeit der Hypnose. Darin wird einem suggeriert, dass das Rauchen schädlich für den Körper ist, und man es bleiben lassen soll. Stattdessen werden diverse Alternativen eingespeichert, z. B. einen Apfel zu essen.

Wohlbekannt dürften den Rauchern auch mögliche Hilfsmittel sein wie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis & Co. Sie decken den Bedarf an Nikotin, den der Nikotinsüchtige ja zweifelsohne schon braucht - das Verlangen nach Zigaretten ist also weg. Aber trotzdem scheitert man, wenn der Wille nicht wirklich da ist, um dem Glimmstängel "Lebe wohl!" zu sagen.

Meines Erachtens ist es nicht relevant, zu welchen Mitteln man greift, um mit dem Rauchen aufzuhören. Viel mehr ist das Ganze alleine eine Frage des Willens. Man muss sich - wie bei jeder Sucht - fragen: "Brauche ich das jetzt gerade?", "Brauche ich es wirklich?" und wenn "Ja!", "Warum brauche ich das jetzt?" oder "Was ändert sich in meinem Leben, wenn ich jetzt darauf verzichte?" Die Entscheidung zum Aufhören liegt bei einem selbst, das kann einem kein Mensch abnehmen.

Hat man es nun geschafft eine Woche - vielleicht sogar schon einige Monate - rauchfrei zu leben, so kommt man trotzdem immer wieder in die Situation, wo man gerne zur Zigarette greifen würde. Die Frage ist dann nur, ob man all die harten abstinenten Wochen oder Monate einfach in den Wind schießt, oder ob man weiterhin hart bleibt und weiter auf Zigaretten verzichtet. Der Gusto nach Nikotin wird sich allmählich in Luft auflösen. Lohnen wird es sich allemal, denn:

1. schmeckt das Essen viel besser,

2. riecht man wieder gut - verrauchte Kleidung wird einen regelrecht anstinken,

3. die Kinder und der Lebenspartner werden es einem danken,

4. man hat plötzlich so viel Zeit übrig!

Und 5. tut man natürlich seiner Gesundheit einen Gefallen.



Nach einigen Jahren ohne Zigarette wird einem der Glimmstängel überhaupt nicht mehr fehlen. Wichtig ist nach dem Aufhören, sich nicht mit Süßigkeiten voll zu stopfen. Besser ist z. B. ein Stück Obst oder Trockenobst. Viel Bewegung - etwa ein Spaziergang an der frischen Luft - lässt die Laune steigen, und man fühlt sich einfach gut. Man darf sich nach erfolgreichem Abgewöhnen ruhig belohnen, das spornt zusätzlich an.

© D. Reiter

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