Karies vorbeugen: Prophylaxe ist gerade bei Teenies nötig Ein strahlend weißes Lächeln ist gesund, attraktiv und trägt zu einem guten Image bei.
Zahnversicherung in Berlin
Foto © Kurhan
Dass dahinter jedoch auch eine gehörige Portion Disziplin bei der Mundhygiene, bewusstere Ernährung und regelmäßige Prohylaxesitzungen beim Zahnarzt nötig sind, weiß etwa die Dentistin Andrea Naumann nur zu gut: "Man muss schon ein gewisses Maß an Sorgfalt und Ausdauer an den Tag legen, damit Karies und Zahnstein keine Chance haben. Gerade Jugendliche lassen beim Eintritt in die Pubertät die tägliche Mundpflege oft schleifen. Es gibt mittlerweile kaum noch Kids zwischen zwölf und 16 Jahren, die kariesfrei sind." Naumann betont: "Mundgeruch oder kariöse Zähne sind gar nicht hip! Saubere und gepflegte Zähne dagegen toppen jeden Trend! Jugendlichen kann ich also nur raten, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Die Prophylaxeschwestern in den Zahnarztpraxen zeigen, wie und warum Karies und Zahnfleischprobleme entstehen und wie man dem vorbeugen kann."

Ab dem zwölften Lebensjahr hätten Jugendliche ein "Erwachsenengebiss", das heißt die bleibenden Zähne stehen
alle in Reih und Glied und haben somit auch sehr enge Zahnzwischenräume. Dass jedoch die Zahnbürstenborsten hier nicht hinein reichen, mit der Folge, dass sich Nahrungsreste und bakterielle Zahnbeläge hier gut geschützt festsetzen und den Zahn und sein Gewebe schädigen können, sei vielfach nicht bekannt.

"Im Alter von zwölf bis 15 Jahren steigt die Interdentalkaries, wie wir das im Fachjargon nennen, um das Drei- bis Fünffache an", warnt Naumann, "Nicht selten bringt die persönliche Entwicklung in der Jugend schließlich auch ein verändertes Ernährungsverhalten mit sich. Diese Risiken müssen rechtzeitig erkannt und gebannt werden."

Dass sie und ihre Kollegen durch gesteigerte Prophylaxemaßnahmen seitens der Zahnärzte weniger Zahnersatz-Aufträge bekommen, befürchtet Naumann allerdings nicht: "Schon allein die Sportunfälle bescheren uns genug Arbeit!" Ob nun Sportunfall oder Karies - wenn einer oder mehrere Zähne ersetzt werden müssen, wird es in Zeiten steigender finanzieller Eigenbeteiligung der Patienten beim Zahnersatz oft teuer. Eine Zahnversicherung ist daher ratsam. "Doch auch hier ist besondere Vorsicht geboten", erklärt Naumann. "Bei all den Versicherungen, die es auf dem Markt gibt, gibt es einen regelrechten Tarifdschungel. Manche werben mit Zahnersatz zum Nulltarif, was sich im Leistungsfall als glatte Lüge entpuppt. Zahnärzte oder Dentallabor beraten gerne und empfehlen je nach wirtschaftlicher Situation des Patienten die optimale Vorsorge und Versorgung." ( Text: A.K. )

Achtung: Fragen Sie auch Ihren Arzt um Rat! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise, die eine Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen können!


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