Gute medizinische Versorgung in Brandenburgs Krankenhäusern
"Qualitätsreport 2005" bescheinigt gute medizinische Versorgung in Brandenburgs Krankenhäusern
Der "Qualitätsreport 2005" bescheinigt nach den Worten von Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler den Brandenburger Kliniken in der gesundheitlichen Versorgung eine gute Arbeit. Diese könne sich auch im Bundesvergleich sehen lassen, sagte Ziegler am Montag bei der Vorstellung des ersten derartiges Qualitätsreports für das Land Brandenburg. Die Analyse wurde ihr vom Leiter der Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung Brandenburg, Dr. Hans-Jürgen Schwatke, sowie dem Vorsitzenden des Lenkungsausschusses Qualitätssicherung Brandenburg, Dr. Andreas Halder, überreicht.
Seit dem Jahr 2001 sind die Brandenburger Krankenhäuser verpflichtet, Daten zur Messung und zum Vergleich der Qualität in Medizin und Pflege zu dokumentieren und zu übermitteln. Sie dienen neben der internen auch der externen Qualitätssicherung. Damit besteht die Möglichkeit des bundesweiten Vergleiches von medizinischen und pflegerischen Krankenhausleistungen. Ziegler sagte: "Damit haben unsere Kliniken ein wichtiges Instrument zur Kontrolle und Verbesserung der Qualität in der Hand. Es soll ihnen helfen, eigene Defizite zu erkennen sowie die Ursachen aufzudecken und zu verändern."
Der Qualitätsreport enthält Daten aus den Jahren 2002 bis 2004. Im Gegensatz zu den regelmäßig vorgelegten Jahresauswertungen kann nun erstmals die Entwicklung mehrerer Jahre betrachtet werden. Aus neun Fachdisziplinen – von der Augenheilkunde bis zur Urologie – wurden 24 Diagnosen und Diagnosegruppen in Bezug auf besondere Komplikationen oder Indikationen nach streng wissenschaftlichen Maßstäben erfasst und auf ihre Qualität in brandenburgischen Krankenhäusern überprüft. Die Auswertungen sind anonymisiert in Tabellenform jeweils auch farblich übersichtlich dargestellt, so dass Auffälligkeiten oder Abweichungen unmittelbar ins Auge fallen.
Für jedes Fachgebiet gibt es bei der Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung eine eigene Fachgruppe aus wissenschaftlich ausgewiesenen Vertretern der Fachdisziplin. Diese wertet die Meldungen der Krankenhäuser aus und tritt, wenn hinterfragbare Besonderheiten oder Abweichungen von dem im Bundesdurchschnitt vorgegebenen Qualitätsstandard erkennbar werden, mit den betreffenden Abteilungen in einen so genannten "strukturierten Dialog". Dabei werden die Besonderheiten des klinischen Geschehens der jeweiligen Fachgebiete besprochen und Ziele zur Qualitätsverbesserung entwickelt. Gerade dieses Mittel der kollegialen Diskussion habe dazu geführt, dass die medizinische Versorgung in einigen Bereichen qualitativ deutlich verbessert werden konnte. In vielen Diagnosegruppen waren solche strukturierten Dialoge jedoch nicht erforderlich.
Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Brandenburg