Berlin macht Ernst: Das Rauchverbot und seine Folgen "Rauchen erst ab 21:00 Uhr, und bitte nur im hinteren Teil der Kneipe", so lautet die Auskunft der Bedienung.
Rauchverbot in Berliner Restaurants und Kneipen
Foto © D. martina
Seit dem 1. Januar 2008 gilt in Berlin das Rauchverbot. Umgesetzt wird es mal mehr, mal weniger, mal gar nicht. Während in Neukölln mit seiner hohen Eckkneipendichte bereits die ersten Raucherclubs gegründet wurden, setzt man in szenigeren Stadteilen erst mal auf Ignoranz. Noch müssen keine Bußgelder bezahlt werden, und im Sommer, wenn das Ordnungsamt Ernst macht, kann ja vorerst draußen weitergeraucht werden.

Dann wird es allerdings wirklich ernst: Bis zu 1.000 Euro kann ein Verstoß gegen das Verbot ab 1. Juli 2008 den zuständigen Kneipier kosten, bis zu 100 Euro den rauchenden Gast. Glücklich ist da, wer die Möglichkeit hat, einen geschlossenen Raucherraum einzurichten.

Die kleinen Kneipen dagegen haben ebenso das Nachsehen wie exklusive Cocktail-Bars und
andere einräumige Lokalitäten. Spätestens im nächsten Winter, so befürchten viele, werden die Gäste endgültig ausbleiben - und bis dahin rechnet man wegen der vor die Tür verbannten Raucher bereits mit hohen Umsatzeinbußen, denn wer draußen steht, trinkt nicht so viel.

Zahlreiche Gegenaktionen, Unterschriftensammlungen und Aufrufe zu Volksbegehren laufen deshalb bereits, doch ist fraglich, ob das Rauchverbot so noch in letzter Minute gestoppt werden kann. Ebenso fraglich ist allerdings, ob das schwarze Bild, das die betroffenen Gastwirte zeichnen, überhaupt der Realität entspricht.

In Irland z.B., wo ein Rauchverbot in Kneipen und Restaurants schon 2004 in Kraft getreten ist, wurde dies mit Gelassenheit und sogar durchaus positiv aufgenommen. Zum Rauchen geht man halt vor den Pub und steckt derweil an der Theke ausgegebene "Raucherpausen"-Schildchen aufs Bierglas, damit es in der Zwischenzeit nicht abgeräumt wird.

Die Lungen, nicht nur der Passivraucher, danken es: Vielen Nikotinfreunden hat das Verbot schon geholfen, ihre tägliche Zigarettenzahl deutlich zu reduzieren - oder sogar ganz aufzuhören. Verlierer ist also allenfalls die Tabakindustrie.

Was ist nun aber, wenn man weiterrauchen, aber nicht gleich Mitglied im Privatclub "Bei Moni und Uwe" werden und auch nicht ständig vor die Tür gehen möchte? Wichtig ist vor allem, Diskotheken zu meiden, die von Jugendlichen unter 18 besucht werden, denn hier sind selbst gesonderte Raucherräume nicht erlaubt. Und in diese müssen sich alle, die vom blauen Dunst nicht lassen können, bald zurückziehen.

Schon jetzt heißt es also Ausschau nach Lokalitäten zu halten, die einen abgeschlossenen Raum zur Verfügung stellen können - und bei Bedarf die Stammkneipe zu wechseln. Text: JJ

Jetzt auch Nichtraucher werden ...

Lesen Sie auch:
- Das medizinhistorische Museum in Berlin
- Angst vor dem Zahnarzt
Links zum Thema: - Arzt in Berlin
- Hautarzt
- HNO Arzt
- Allergologe in Berlin
- Zahnarzt in Berlin
mehr Medizinisches: - Krankenhäuser
- Krankenkassen
- Apotheken
- Sanitätsbedarf




 
Wohnen in Berlin Jobs in Berlin berufliche Fortbildung Urlaub Ferienwohnung Freizeit Freibäder Indoorspielplatz Sonstiges Berliner Küche Veranstaltungen in Berlin Berlin Blog Wellness Berliner Bezirke
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z
Ä
Ö
Ü
Sitemap
 
Fettabsaugen Schönheitsoperationen Kinderarzt Urologe Berlin Sportarzt Internes Werbung buchen AGB's