des Impfstoffes Pandemrix des Herstellers GlaxoSmithKline
für Deutschland bestellt. Seitdem spaltet die Frage "Impfen oder nicht impfen lassen?" die Nation.
Impf-Gegner wie etwa der Herausgeber des pharmakritischen "Arznei-Telegramms", Wolfgang Becker-Brüser, kritisieren die Massenimpfung scharf als "Großversuch an der deutschen Bevölkerung". So äußerte er sich zumindest gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments warnt dagegen vor einem drastischen Anstieg der Infektionen. Die Skala sei nach oben offen und auch eine deutliche Zunahme der Todesfälle durch die Schweinegrippe könne nicht ausgeschlossen werden. Was also tun? Tatsache ist, dass keiner so genau weiß, wie sich die Krankheit im kommenden halben Jahr in Deutschland ausbreiten wird.
Wer sollte sich impfen lassen?
Zur Risikogruppe zählen Schwangere, medizinisches Personal sowie chronische Kranke wie z.B. Asthmatiker oder Diabetiker. Gerade für Schwangere, die wegen ihres beeinträchtigten Immunsystems in der Impf-Hierarchie ganz oben stehen, ist die Impfung jedoch besonders umstritten. Eine mögliche fruchtschädigende Wirkung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden.
Daher soll die Impfung Schwangerer eng durch das Berliner Zentrum für Arzneimittelsicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit, Embryotox, beobachtet werden.
Welche Nebenwirkungen hat die Schweinegrippe Impfung?
Das Paul-Ehrlich-Institut spricht von ähnlichen Reaktionen wie bei einer saisonalen Grippeimpfung. Das seien Hautrötungen, leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Unwohlsein. Durch den zusätzlichen Einsatz von Wirkverstärkern, die im Impfstoff neben dem Antigen enthalten sind, könnten diese Reaktionen jedoch auch stärker ausfallen. Dieser Wirkverstärker soll dabei helfen,
den Virus besser zu erkennen und wirkt auch gegen Virus-Varianten, d.h. eventuellen Mutationen. Impf-Kritiker, die monieren, der Impfstoff sei unzureichend getestet, warnen zusätzlich vor Schüttelfrost und Lähmungserscheinungen.
Wie kann ich mein Infektionsrisiko mindern?
Übertragen wird der Virus durch Tröpfcheninfektion, d.h. durch Niesen, Küssen, Husten oder Händeschütteln.
Händeschütteln oder Begrüßung per Küsschen sollten also vermieden werden. Die effektivste Methode, sich vor dem Virus zu schützen, ist, sich mehrfach am Tag die Hände gründlich zu waschen, im Idealfall mit einem Desinfektionsmittel.
Welche Symptome lassen auf Schweinegrippe schließen?
Indizien sind plötzliches hohes Fieber über 38 Grad, Husten und ein starkes Krankheitsgefühl. Wer Angst hat, Schweinegrippe zu haben, sollte zu seinen Mitmenschen auf Abstand gehen und dann zunächst
telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufnehmen. Manche Praxen bieten auch spezielle "Grippesprechstunden" am Ende der regulären Öffnungszeiten an.
Macht ein Mundschutz Sinn?
Auch einen Mundschutz zu tragen, ist nur bedingt sinnvoll, d.h. nur für diejenigen, die tatsächlich von dem Schweinegrippevirus bereits befallen sind und ihn nicht auf ihre Umwelt übertragen möchten. So empfiehlt etwa die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrem Pandemieplan keine Mundschutzmasken, da ihre Effizienz beim Ausbruch von Seuchen noch nicht bewiesen werden konnte. Schweinegrippe-Erkrankte sollten den Mundschutz jedoch alle zwei Stunden wechseln, vor allem wenn er durchfeuchtet ist.
Text: AK /
Fragen Sie auch Ihren Arzt um Rat! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise, die eine Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen können!
Sehr viele Informationen über die Aktuelle Themen " Neue Grippe " (Schweinegrippe) gibt es auch beim Robert Koch-Institut