besseres Leben zu schaffen. Deshalb nehmen sich alle Jahre wieder Millionen von Menschen vor, nun endlich mit dem Rauchen aufzuhören, eine Diät anzufangen, regelmäßig joggen zu gehen oder die Karriere in die Hand zu nehmen.
Auf Platz Eins der Liste der guten Vorsätze steht die Gesundheit. Gerade zum Jahresende merken viele, wie eine falsche Lebensweise sich rächt: Die Schlemmerei der Feiertage hat ihre Spuren auf den Hüften hinterlassen, man raucht und trinkt zuviel und bewegt sich zu wenig. Kein Wunder, dass viele plötzlich neue Motivation verspüren, das zu ändern: Ein lobenswertes Vorhaben, das meist genauso schnell wieder vergessen ist, wie es gefasst wurde.
Doch zum Glück gibt es Tricks, wie man die Neujahrs-Vorsätze tatsächlich umsetzen kann. Am wichtigsten ist dabei, realistisch zu bleiben und sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen: Wer neben dem Nikotin-Entzug auch gleich noch eine Fastenkur machen und dabei jeden Tag zwei Stunden joggen will, wird wahrscheinlich nicht weit kommen. Besser ist, sich erst mal um eine Sache zu kümmern - und diese dann konsequent durchzuziehen.
"Konsequent" bedeutet, sich einen konkreten Plan zu machen. Wer sich den Weg zu einem bestimmten Ziel in kleinere Abschnitte einteilt, der hat immer wieder Erfolgserlebnisse und ist dadurch motivierter, bis zum Ende durchzuhalten. Professionelle Hilfestellung leisten dabei Ratgeber und Kurse.
Um bis zum Sommer wieder in den Bikini zu passen, ist es z.B. nicht sehr sinnvoll, auf einen Schlag 10 Kilo abnehmen zu wollen. Besser ist, sich ein Pfund pro Woche vorzunehmen: dann ist der Berg, den man noch zu erklimmen hat, nicht so hoch und man behält stets den Überblick, ob das Ziel noch in Reichweite ist.
Ein "großes Ziel" sollte man aber trotzdem haben, denn das motiviert zusätzlich. So macht das regelmäßige Joggen gleich viel mehr Sinn, wenn man im Frühling den Halbmarathon schaffen will. In schwachen Momenten ist die Versuchung dann nicht so groß, gleich alles hinzuschmeißen.
Und schwache Momente hat nun einmal jeder. Deshalb ist es auch unrealistisch, von sich zu verlangen, jetzt wirklich nie wieder zu rauchen, ganz auf Süßigkeiten zu verzichten oder jeden Tag zu trainieren. Stellt man solch überzogene Ansprüche an sich selbst, ist das Scheitern vorprogrammiert, denn beim ersten kleinen Ausrutscher hat man das Gefühl, komplett versagt zu haben.
Andererseits sollte das Ziel auch nicht zu vage formuliert sein. "Mehr Sport treiben" und "weniger essen" sind beliebte Vorsätze, von denen keiner so genau weiß, wie man sie eigentlich umsetzen soll. Wer seinen Schokoladen-Konsum von fünf auf vier Tafeln pro Woche drosselt, isst "weniger". Wer vorher überhaupt keinen Sport getrieben hat, für den ist einmal Joggen im Monat schon "mehr". Das gewünschte Ergebnis wird sich so aber kaum einstellen.
Gute Chancen, ihre Vorsätze auch einzuhalten, haben also diejenigen, die sich ein konkretes, realistisches Ziel setzen, das sie motiviert, bis zum Ende durchzuhalten und das sich in kleineren Etappen erreichen lässt. Eine weitere Motivation geht von Gleichgesinnten aus, die einen mitziehen - seien es Freunde mit demselben Ziel oder z.B. ein Volkshochschul-Kurs.
Zusätzlich sollte man sich auch immer wieder vor Augen führen, dass nach anfänglichen Durststrecken die positiven Effekte garantiert eintreten werden. Und spätestens, wenn der Bikini wieder passt, die Hand nicht mehr ständig zum Glimmstängel greifen will oder der Halbmarathon gelaufen ist, wird es Zeit, sich einen neuen guten Vorsatz zu suchen!
Text: JJ
Achtung: Fragen Sie auch Ihren Arzt um Rat! Wir geben hier nur allgemeine Hinweise, die eine Beratung durch einen Arzt nicht ersetzen können!